Zürich
Grabung beim Zürcher Parkhaus Opéra kann ausgewertet werden

Die beim Parkhaus Opéra in Zürich geretteten archäologischen Fundgegenstände sollen wissenschaftlich ausgewertet werden. Der Regierungsrat hat dafür 5,8 Millionen Franken aus dem Natur- und Heimatschutzfonds bewilligt.

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Die archäologischen Grabungen auf der Baustelle des Pakhauses Opera neigen sich dem Ende entgegen
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Die archäologischen Grabungen auf der Baustelle des Pakhauses Opera neigen sich dem Ende entgegen
Die Fundstücke werden bezeichnet.
 Der Sechseläutenplatz hat durch die Grabung Parkhaus Opera noch mehr an Bedeutung gewonnen. Man weiss heute, dass schon unsere Vorfahren diesen Ort am See schätzten und ihn für ihre Pfahlbausiedlungen auswählten.

Die archäologischen Grabungen auf der Baustelle des Pakhauses Opera neigen sich dem Ende entgegen

Keystone

Dies teilte er am Donnerstag mit. Die Rettungsgrabung auf der Baustelle zum neuen Parkhaus Opéra hatte zwischen April 2010 und Januar 2011 über 23'000 urgeschichtliche Fundgegenstände zutage gefördert. Zudem wurden mehr als 28'000 Proben von Bauhölzern sowie mehr als 2000 naturwissenschaftliche Proben entnommen.

Diese Funde liefern die Grundlage für eine umfassende Rekonstruktion der ehemaligen Dörfer und ihrer Umwelt, wie es in der Mitteilung heisst. Die Arbeiten erfolgen unter Federführung der Baudirektion und werden von einem interdisziplinären wissenschaftlichen Beirat unterstützt. In die Projektorganisation eingebunden ist auch die Stadt Zürich.

Die Auswertung der Grabung ist vom Planungs- und Baugesetz (PBG) vorgeschrieben. Bis 2017 soll sie abgeschlossen sein. Die Ergebnisse sollen in einer Publikation präsentiert werden. Gemäss Kantonsverfassung und PBG stellt die Veröffentlichung zusammen mit der Dokumentation der Grabung «den Ersatz des im Boden nicht mehr vorhandenen Kulturgutes» dar, schreibt der Regierungsrat.