Beschwerde
Goldküsten-Anwohner haben das Nachsehen – Bundesgericht befürwortet Wendegleise

Das von der SBB geplante Wendegleis beim Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen am rechten Zürichseeufer kann definitiv gebaut werden. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde von mehreren Anwohnern abgewiesen.

Drucken
Teilen
Anwohner beschwerten sich, dass die Gleise zu nahe an ihre Häuser zu liegen kommen. (Bild: Herrliberg Feldmeilen)

Anwohner beschwerten sich, dass die Gleise zu nahe an ihre Häuser zu liegen kommen. (Bild: Herrliberg Feldmeilen)

Keystone

Das schriftliche, begründete Urteil liegt noch nicht vor. Das Bundesgericht hat am Dienstagmittag erst das Dispositiv publiziert. Daraus geht aber hervor, dass das Bundesgericht ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts bestätigt, welches die Anwohner bereits abblitzen liess.

Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Februar 2015 festgehalten, dass das Projekt der SBB rechtmässig festgesetzt worden sei. Und es war klar zum Schluss gelangt, dass "die öffentlichen Interessen an der Betriebssicherheit die Interessen am Immissionsschutz in diesem Fall klar überwiegen".

Vergeblich machten die Anwohner geltend, dass das Wendegleis derart nahe an ihre Häuser zu liegen komme, dass ihre Wohn- und Lebensqualität erheblich beeinträchtigt werde.

Neue S-Bahnlinie wird möglich

Mit dem Wendegleis soll am rechten Zürichseeufer das Bahnangebot ausgebaut werden. Vorgesehen ist eine neue S-Bahnlinie: Die S20 soll insbesondere zwischen Stäfa und Hauptbahnhof Zürich die stark frequentierte S7 entlasten.

Damit die S20 aber verkehren kann, darf ihr die S16 im Bahnhof Herrliberg-Feldmeilen nicht im Weg stehen. Diese soll - statt wie bisher am Bahnhof - auf dem neuen Wendegleis abgestellt werden.

Aktuelle Nachrichten