Die FDP ist die grosse Gewinnerin der Zürcher Kantonsratswahlen. Die FDP legt nach fünf Rückschlagen in Folge seit 1995 wieder zu und zwar laut neuester Hochrechnung gleich um 10 Mandate. Die grossen Verliererinnen sind Grünliberale und Grüne, denen je 6 Sitzverluste vorausgesagt werden.

Die Freisinnigen bleiben drittstärkste Kraft hinter der SVP (56 Sitze, +2) und SP (35 Sitze, wie bisher). FDP und SVP kommen gemäss der Hochrechnung auf 89 Sitze und verpassen damit die Mehrheit im 180-köpfigen Kantonsparlament nur knapp.

Je einen Sitzverlust vorausgesagt werden der CVP (neu 8) und der BDP (neu 5), je mit einem Sitzgewinn rechnen können EVP (neu 8) und EDU (neu 6). Die AL bleibt gemäss dem Statistischen Amt bei drei Mandaten. Die aktuelle Hochrechnung beruht auf 126 von 183 Gebieten.

FDP-Präsident Beat Walti zeigt sich erfreut

Wenn sich die Tendenz bestätige, sei das sehr erfreulich, sagte FDP-Präsident Beat Walti im Hinblick auf die sich abzeichnenden Erfolge seiner Partei. "Wenn es so weitergeht, wird das ein solides Resultat."

Völlig anders als vor vier Jahren habe die Partei in diesem Wahlkampf gute Rückmeldungen von den Wählenden an der Front erhalten, sagte Walti. Am Schluss sei aber alles eine Frage der Mobilisierung.

Bei Proporzwahlen sei es immer eine Frage der Partei als Marke, sagte der FDP-Präsident. In der jetzigen Zeit mit viel Verunsicherung überlegten sich die Leute, woher der Wohlstand in der Schweiz komme. "Dafür braucht es gute Rahmenbedingungen und für diese hat sich die FDP seit jeher eingesetzt."

Beat Walti, FDP-Kantonalparteipräsident

Beat Walti, FDP-Kantonalparteipräsident