Verwaltungsgericht Zürich

Gleiches Ferienpensum für Hortleiterinnen wie für städtisches Personal

Die Stadt Zürich will nun auch für Hortleiterinnen vier bis sechs Wochen Ferien.

Die Stadt Zürich will nun auch für Hortleiterinnen vier bis sechs Wochen Ferien.

Streit zwischen Hort und Stadt: Wegen Änderungen in der Ferienregelung gelangte die Gewerkschaft VPOD ans Verwaltungsgericht. Dieses sieht keinen Grund, dem Hortleitungspersonal mehr Ferien zu gewähren als dem übrigen städtischen Personal.

Dem städtischen Personal stehen grundsätzlich vier bis sechs Wochen Ferien zu. Jahrzehntelang gewährte die Stadt Zürich den Hortleiterinnen mehr Ferien (fünf bis acht Wochen), um spezielle Lasten ihrer Arbeit zu kompensieren.

Als die Stadt die Ansprüche auf das übliche Mass anpassen wollte, setzte sich die Gewerkschaft VPOD für die Hortleiterinnen zur Wehr. Diese Anpassung sei eine Diskriminierung in einem typischen Frauenberuf. Der Bezirksrat lehnte den Rekurs ab. Der VPOD gelangte ans Verwaltungsgericht.

Das Verwaltungsgericht sieht in seinem Urteil zwar keine sachlichen Gründe dafür, dass Hortleiterinnen und Hortleiter mehr Ferien haben sollen als das übrige städtische Personal. Allerdings habe die Stadt nicht beweisen können, dass keine geschlechtspezifische Diskriminierung verursacht wird, wenn die Ferien entsprechend gekürzt würden.

Der VPOD reagierte am Dienstag erfreut. Ob die Stadt den Entscheid des Verwaltungsgericht ans Bundesgericht weiterzieht, ist noch nicht klar. Wie eine Sprecherin des Schul- und Sportdepartementes auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte, wird das am Montag eingetroffene Urteil nun analysiert.

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