Zürich
Gleich zwölf Teams wollen das neue Stadion bauen

Stadtrat André Odermatt hat am Donnerstag den Anpfiff für den Wettbewerb gegeben. Die Teams haben nun bis Ende Februar 2012 Zeit, ihr Projekt einzureichen. Das Stadion soll 2017 fertig sein.

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Hier soll das neue Stadion entstehen: Die Überresten des ehemaligen Hardturmstadions

Hier soll das neue Stadion entstehen: Die Überresten des ehemaligen Hardturmstadions

Keystone

Das langersehnte Fussballstadion sei kein leichtes Unterfangen, sagte Odermatt im Stadion Letzigrund vor den Planerteams und den Medien. «Der Match dauert länger als Sie glauben», sagte er mit Blick auf die lange Geschichte um ein Fussballstadion auf dem Hardturm-Areal.

Fans sollen glücklich sein

Die Teams müssten kein Stadion bauen, um im Architekturhimmel zu landen. Es gehe nicht um Luxus. Ganz oben auf der Liste stehe die Funktionalität, gab Odermatt den Teams auf den Weg. Das Stadion müsse aber gefallen und Fans und Betreiber glücklich machen: «Das neue Stadion soll ein Stück Heimat werden.»

Die Menschen hätten mit dem altem Hardturm gelebt und würden ihn vermissen. Die Teams sollten Puls und Seele des Quartiers aufnehmen. «Gehen Sie in die Beizen, reden Sie mit den Menschen», sagte der Hochbauvorsteher weiter.

Grossen Wert legt die Stadt Zürich auf Nachhaltigkeit. So soll etwa auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert werden. Wichtig sind zudem die neusten Sicherheitsstandards. Gemäss Odermatt soll «ein Stadion für das 21. Jahrhundert» entstehen.

Auch Anwohner in der Jury

Die zwölf Teams müssen ihren Vorschlag bis Ende Februar 2012 einreichen. Im Juli soll dann das Siegerprojekt vorgestellt werden. In der Jury sitzen unter anderem die beiden Stadträte André Odermatt und Gerold Lauber.

Aber auch die Fussballclubs FCZ und GC sowie die Anwohnergemeinschaft IG Hardturmquartier sind vertreten und haben damit bereits in diesem frühen Stadium ein Mitspracherecht.

Ursprünglich wollte die Stadt Zürich zusammen mit der Credit Suisse auf dem Hardturm-Areal ein Fussballstadion mit über 30'000 Plätzen und Mantelnutzung bauen. Die Anwohner wehrten sich während Jahren dagegen. 2009 liess die Stadt Zürich dann das Projekt fallen.

Maximal 150 Millionen Franken

Total 93 Gesamtplanerteams hatten sich für den Architekturwettbewerb interessiert. Davon wählte die Stadt zwölf Teams - vor allem aus der Schweiz und Spanien - aus. Darunter sind Büros, die Stadien in der Schweiz (Aarau, Luzern und Thun) oder in Spanien, Portugal und den Niederlanden konzipierten.

Das letzte Wort zum neuen Stadion hat die Stadtzürcher Stimmbevölkerung voraussichtlich im Jahr 2013. Das Stadion mit 19'000 Steh- und Sitzplätzen soll dann bis 2017 fertig sein. Kosten soll es maximal 150 Millionen Franken. Für die neben dem Stadion geplanten Wohnungen führt die Stadt einen separaten Wettbewerb durch.