Die 80 Franken pro Monat entsprechen einer Reallohnerhöhung von rund 1,5 Prozent auf den Durchschnittslöhnen und knapp 2 Prozent auf den tiefsten Mindestlöhnen. Die Unia bezeichnete diese Forderung in einer Mitteilung als «moderat» und «wirtschaftlich gut verkraftbar».

Ob die Lohnerhöhung gewährt wird, entscheidet der Baumeisterverband. Mit ihm wird die Unia am Mittwoch über die Löhne verhandeln.

Baumeisterverband: Löhne sind bereits gestiegen

Mit diesen Forderungen ist man beim Baumeisterverband nicht einverstanden. Die Löhne in der Baubranche seien seit 2008 bereits um real 5,5 Prozent gestiegen.

Ein gelernter Maurer oder Strassenbauer verdiene fast 6000 Franken, ein Hilfsarbeiter über 4800 Franken. «Dieses Lohnniveau macht manchen Handwerker neidisch», schreibt der Verband in einer Reaktion auf die Protestpause in Opfikon.

Zusammen mit dem Pensionsalter von 60 Jahren, fünf Wochen Ferien und grosszügigen Zuschlägen für Wochenendarbeit ergebe dies ein äusserst attraktives Gesamtpaket. Was die Baufirmen in den letzten Jahren mehr eingenommen hätten, sei fast alles an die Mitarbeiter weitergereicht worden.