Finanzdirektion
Gewinnausschüttung fiel weg: Zürich hat ein riesiges Loch im Budget

Die Rechnung 2014 des Kanton Zürich dürfte um 100 Millionen Franken schlechter ausfallen als budgetiert. Gemäss einem ersten Zwischenbericht der Finanzdirektion mit Stichtag Ende April wird mit einem Defizit von 42 Millionen Franken gerechnet.

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Zürich hat ein heftiges Defizit eingefahren (symbolbild).

Zürich hat ein heftiges Defizit eingefahren (symbolbild).

az-Archiv/wal

Dies teilt der Regierungsrat heute mitteilte.

Der Kantonsrat hatte im Dezember 2013 ein Budget 2014 mit einem Überschuss von 57 Millionen Franken verabschiedet. Darin enthalten ist die vom Parlament verlangte, aber nicht genauer definierte pauschale Verbesserung von 150 Millionen Franken.

Anfang 2014 wurde bekannt, dass die Schweizerische Nationalbank (SNB) in diesem Jahr keine Gewinnausschüttung an Bund und Kantone vornehmen wird. Die im Budget 2014 vorgesehenen 117 Millionen Franken wird der Kanton also nicht erhalten. Zur Kompensation hat der Regierungsrat den Direktionen bereits entsprechende Sparaufträge erteilt.

Gemäss Zwischenbericht addieren sich die Verbesserungen bei Direktionen, Behörden, Rechtspflege und Anstalten gegenüber dem Budget auf 154 Millionen Franken. Der grösste Posten betrifft die Gesundheitsdirektion, die aufgrund eines Urteils des Bundesverwaltungsgerichts für Rückstellungen budgetierte Mittel im Umfang von 79 Millionen Franken nicht beansprucht.

Deutliche Verbesserungen gibt es voraussichtlich auch bei den Erbschafts- und Schenkungssteuern, die um 75 Millionen Franken höher ausfallen dürften als budgetiert. (sda)