Arbeitsbedingungen

Gewerkschaft blockiert Arbeiten am Zürcher Luxushotel Atlantis

Die Bauarbeiten am Hotel Atlantis wurden unterbrochen. (Archivbild)

Die Bauarbeiten am Hotel Atlantis wurden unterbrochen. (Archivbild)

Die Baustelle für das Zürcher Luxushotel Atlantis stand am Mittwochmorgen still. Die Gewerkschaft Unia blockierte die Arbeiten für zwei Stunden, weil bei Angestellten von Subunternehmen Lohndumping betrieben werden soll.

Gemäss Angaben von Unia-Sprecher Lorenz Keller sind knapp 30 Gipser und Trockenmaurer aus Ungarn vom Lohndumping betroffen. Es gebe seit Wochen immer wieder Hinweise, dass den Arbeitern zu wenig bezahlt werde. Mit Hilfe eines ungarischen Übersetzers würden die Bauarbeiter nun befragt, um alle Fakten auf den Tisch zu bringen.

Die Bauherrschaft Neue Hotel Atlantis AG zeigte sich in einer Mitteilung überrascht von den Vorwürfen. Der Generalunternehmer Priora sei verpflichtet, bei seinen Unternehmern regelmässig Kontrollen durchzuführen. Lohndumping sei zu verurteilen und unter allen Umständen zu verhindern.

Trotzdem könne es leider nie hundertprozentig ausgeschlossen werden. Priora werde den Anschuldigungen nachgehen. Bisher gebe es aber keine Hinweise darauf, dass sich die Anschuldigungen der Unia bewahrheiteten, schreibt die Bauherrschaft weiter.

Eröffnung im Juni

Die Bauarbeiten am neuen Luxushotel oberhalb des Stadtspitals Triemli sind seit Juli 2013 im Gang und sollen im Juni abgeschlossen sein. Der lange Jahre leerstehende und als Studenten- und Asylbewerberheim zwischengenutzte Bau soll als Teil der Tessiner Hotelkette Giardino eröffnet werden.

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