Kanton Zürich
Gewerbeverband für Kirchensteuer-Vorlage und gegen Alkohol-Werbeverbot

Der Gewerbeverband des Kantons Zürich (KGV) hat seine Parolen für die Abstimmungen vom 18. Mai gefasst: Wenig überraschend sagt er Ja zur Kirchensteuer-Vorlage und Nein zum Verbot von Alkoholwerbung im Sport.

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Bild der Zürcher Abstimmungszeitung zum 18. Mai.

Bild der Zürcher Abstimmungszeitung zum 18. Mai.

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Das Alkohol-Werbeverbot im Sport widerspreche klar der Wirtschafts- und Gewerbefreiheit und schränke insbesondere kleine Getränkehersteller und Brauereien unnötig ein, schreibt der KGV in einer Mitteilung vom Freitag.

Ausserdem gefährde das Verbot die Durchführung von Sportveranstaltungen, da diese oft auf Sponsoren aus dem Getränkebereich angewiesen seien.
Zürcher KMU leiden schon genug

Unternehmerfreundlich entschied der KGV auch bei der Kirchensteuer-Vorlage, wo er die Ja-Parole ausgibt. Die KMU litten ohnehin schon unter zu hohen Steuern, Gebühren und Abgaben. Dazu komme eine erdrückende Bürokratie. Da könnten sie eine Entlastung gut gebrauchen.

Die KGV-Verbandsleitung betont in ihrer Mitteilung aber auch, dass man sich der Nachteile eines Ja durchaus bewusst sei. Mit den Kirchensteuern würden sinnvolle gemeinnützige Arbeiten finanziert. Nichtsdestotrotz habe man sich aus Prinzip für die Abschaffung der Kirchensteuer für Unternehmen entschieden.