Zürich
Gewaltbereiter Binz-Besetzer wurde überführt

FDP Stadtrat Filippo Leutenegger wurde bei der Binz-Besetzung attackiert. Der Angreifer wurde überführt und sass zwei Tage in Untersuchungshaft.

Merken
Drucken
Teilen
Filippo Leutenegger, Stadtrat Zürich (FDP) .

Filippo Leutenegger, Stadtrat Zürich (FDP) .

Als das Binz-Areal an einem Juli Wochenende besetzt wurde, wollte sich Stadtrat Filippo Leutenegger ein Bild vor Ort machen. Anstelle seines erhofften Dialoges, kam es jedoch zu Handgreiflichkeiten. Diese unschöne Szene hat Folgen.

«Ich wurde massiv angepöbelt und gestossen. Es war sehr rüpelhaft, sehr aggressiv und laut», schilderte der FDP-Politiker den Vorfall vor den Medien. Der Stadtrat wurde von mehreren jungen Männern angerempelt und vom Gelände gejagt.

Obwohl Leutenegger unverletzt blieb, ermittelte die Polizei dennoch. Der Staatsanwalt Edwin Lüscher bestätigte gegenüber der NZZ, dass inzwischen einer der mutmasslichen Angreifer ausfindig gemacht werden konnte. Die Überführung gelang aufgrund von Filmmaterial, das den Vorfall dokumentierte.

Bei der Befragung schwieg der mutmassliche Täter zu den Vorwürfen. Insgesamt sass er zwei Tage lang in Untersuchungshaft. Mittlerweile steht das Verfahren laut Lüscher kurz vor dem Abschluss. Laut NZZ will er Anklage gegenüber dem Täter erheben. Leutenegger selbst wollte sich mit Verweis auf das noch laufende Verfahren nicht äussern. Weitere Beteiligte hat die Staatsanwaltschaft bisher nicht ausfindig machen können.

Nicht an Strafverfolgung interessiert

Ebenfalls angegriffen wurde der damalige SVP-Gemeinderat und mittlerweile Neo-Nationalrat Mauro Tuena. Dieses Verfahren steht aber noch am Anfang, der Name eines mutmasslichen Täters ist jedoch bekannt.

Nun wird Leuteneggers Angreifer zur Rechenschaft gezogen. Gleichwohl er eine Desinteresse-Erklärung abgegeben habe, hat die Stadtpolizei die Strafanzeige der Staatsanwaltschaft weitergeleitet; weil es sich um ein Offizialdelikt handelt. Der FDP-Stadtrat sei nicht an einer Strafverfolgung interessiert, lässt er mitteilen.

Die Besetzer hinterliessen nach dem dreitägigen Fest tonnenweise Müll. Die Behörden wollen auch die Kosten für die Entsorgung des Abfalls auf dem Gerichtsweg eintreiben lassen. Zum Verfahren gehört in Absprache mit der kantonalen Baudirektion eine Forderung von 34'000 Franken. So viel kosteten die Aufräumarbeiten und die Entsorgungskosten nach der Party.