Die Kräfte in der Herzchirurgie und der Kardiologie in Zürich sollen in einem gemeinsamen Herzzentrum konzentriert werden. Damit will der Kanton seine Position stärken im Hinblick auf die Vergabe des Leistungsauftrags für Herztransplantationen im nächsten Jahr.

Das USZ schlägt vor, das Herzzentrum im Osttrakt des Unispitals unterzubringen. Das Haus wird derzeit renoviert. Ab 2013 könnten dort Räume für das geplante Herzzentrum bereitstehen, wie Daniel Winter, Sprecher der Gesundheitsdirektion, am Mittwoch gegenüber der sda sagte.

Winter bestätigte damit Medienberichte, wonach Heiniger das Universitätsspital dem Stadtspital Triemli als Standort für das Herzzentrum vorzieht. «Für die Gesundheitsdirektion gilt das Primat der Zeit», sagte ihr Sprecher. Vorrang haben solle jener Standort, an dem das Zentrum schneller verwirklicht werden könne.

Stadt Zürich plädiert für Triemli

Die Stadt Zürich plädiert hingegen für einen Neubau neben dem Triemlispital. Dort gebe es Landreserven für ein solches Vorhaben, wird argumentiert. Realisiert werden könnte der Neubau neben dem Operationstrakt bis 2016. Bis dahin wären gemäss Stadt in den bestehenden Strukturen Übergangslösungen möglich.

Ziel sei es, dass man gemeinsam zu einem Entscheid komme, sagte der Sprecher der Gesundheitsdirektion. Für Heiniger sei entscheidend, dass sich Zürich in der Herzmedizin besser positioniere, um seine Spitzenstellung zu betonen. Entschieden werde die Standortfrage letztlich über die Leistungsaufträge, sagte Winter. Diese werden jeweils vom Regierungsrat vergeben.