Winterthur

Gestohlenes Portemonnaie nach 31 Jahren wieder gefunden – warum die Eigentümerin jetzt Freibier erhält

1988 gestohlen, jetzt zufällig gefunden.

Vor 31 Jahren ist einer Winterthurerin das Portemonnaie gestohlen worden. Nun hat sie es zurückerhalten.

Geld befand sich zwar keines mehr im Portemonnaie, dieses dürfte der Dieb schon 1988 herausgeklaubt haben. Doch alle weiteren Inhalte waren noch darin enthalten. Und diese, unter anderem Bankkarten und Fotos, befanden sich in einem guten Zustand. «Alles sah wie neu aus», sagt Michael Wirz, Mediensprecher der Winterthurer Stadtpolizei. Dies dürfte auf den Ort, an dem das Portemonnaie gelegen hatte, zurückzuführen sein, vermutet Wirz. Denn der Dieb hatte es nicht im Freien deponiert oder in einen feuchten Kanal geworfen. Dessen Beute wurde nun vielmehr bei Restaurationsarbeiten in einem Lüftungsschacht eines Parkhauses gefunden.

Dank den vielen Portemonnaie-Inhalten war es für die Stapo ein Leichtes, die Besitzerin zu eruieren. Einen materiellen Wert habe das Portemonnaie für die heute 56-jährige Frau nicht mehr gehabt, doch habe sie sich über «die Reise in die Vergangenheit» gefreut. Nicht alle zurückerhaltenen Gegenstände sind dabei historisch, wie die Winterthurerin auf dem Polizeiposten sagte. So ist etwa der Ehemann, der auf einem im Portemonnaie enthaltenen Foto abgebildet ist, auch heute noch derselbe. Doch anderes, etwa die Haldengut-Gutscheine, seien wohl nicht mehr als Erinnerungsstücke, meinte die Frau. Das liess ein Brauerei-Mitarbeiter nicht gelten: Werde der Gutschein abgegeben, erhalte die Frau einen Karton Bier, hielt er auf der Facebook-Seite der Stadtpolizei fest.

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