Im Gebiet Lengg, wo das neue Kinderspital gebaut werden soll, sind bereits heute zahlreiche Institutionen aus dem Gesundheitsbereich angesiedelt. So stehen in unmittelbarer Nähe etwa die Psychiatrische Universitätsklinik, die Schulthess Klinik oder das Schweizerische Epilepsie-Zentrum.

Entstehen soll ein funktionaler Holzbau. Basierend auf dem Projekt der Basler Architekten wurde ein Entwurf des kantonalen Gestaltungsplans erarbeitet, wie die Zürcher Baudirektion am Freitag mitteilte. Dieser sieht auf dem Areal Süd den Spitalbau und im Norden ein Gebäude für Labor, Lehre und Forschung vor.

Mit dem Gestaltungsplan soll die planungsrechtliche Grundlage für das Projekt geschaffen werden. Er ist auf die derzeit laufende Gebietsplanung Lengg abgestimmt und soll nach der Anhörung der Stadt Zürich festgesetzt werden, wie die Baudirektion schreibt. Bis am 21. Juni kann sich die Bevölkerung dazu äussern.

600-Millionen-Projekt

Das Kinderspital Zürich ist schweizweit das grösste Spital für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Der heutige Standort in Hottingen ist aber in die Jahre gekommen und zu klein geworden.

Für den Neubau beim Balgrist rechnet die Eleonorenstiftung, die private Trägerin des Zürcher Kinderspitals, mit Kosten von rund 600 Millionen Franken. Der Kanton hat ein Darlehen in der Höhe von 150 Millionen Franken zugesichert.

300 Millionen Franken sind Anleihen der Zürcher Kantonalbank und der UBS, wie Françoise de Vries, Präsidentin des Steuerungsausschusses Bau und Stiftungsratsmitglied auf Anfrage sagte. Die Stiftung nimmt zudem einen Kredit von 50 Millionen bei der ZKB für den Bau auf.

"Für die restlichen 100 Millionen Franken sind wir auf Spenden und Gönner angewiesen", sagte de Vries. Zugesichert bekommen habe die Eleonorenstiftung bis jetzt bereits einen Betrag in zweistelliger Millionenhöhe. "Wir haben ja noch ein bisschen Zeit", zeigte sich de Vries überzeugt, das Geld noch zusammenzubekommen.