Herr Vogel, Sie haben als FDP-Regierungsratskandidat eine historische Niederlage erlitten: Der Freisinn ist erstmals nur noch mit einer Person in der Zürcher Kantonsregierung vertreten. Wie konnte das passieren?

Thomas Vogel: Alle haben mitbekommen, was für ein politisches Klima in den letzten zwei, drei Monaten herrschte. In dieser politischen Grosswetterlage muss man sich dann halt behaupten. Da läuft manches anders, als man es erwartet hätte. Die Themen, die wir setzen wollten, haben eigentlich niemanden interessiert. Das Thema Klima hat alles dominiert.

Haben Sie auch Fehler gemacht? Hätten Sie kämpferischer auftreten müssen?

Weniger behäbig meinen Sie? Nein, ich glaube nicht. Wenn, dann hätten wir Umwelt- und Klimathemen schon früher und stärker in unserer Politik hervorheben müssen.

Der Wählerauftrag ist klar: Man will mehr Ökologie in der Zürcher Politik. Werden Sie das aufgreifen?

Ja. Das Verdikt der Zürcherinnen und Zürcher lässt an Deutlichkeit nichts offen. Das werden wir aufnehmen.

Wie?

Wir haben Verschiedenes im Köcher. Das werden wir jetzt forcieren. Wir haben uns beim Thema Umwelt und Klima zu schlecht verkauft.

Werden Sie FDP-Fraktionschef im Kantonsrat bleiben?

Nein, das ist schon lange klar, dass ich auf die neue Legislatur hin das Fraktionspräsidium abgeben werde. Der Prozess läuft.