Sparallianz
Gesamtkredit auf 237,8 Millionen Franken kürzen

Gegen die vom Zürcher Stadtrat geplante Sanierung von Tonhalle und Kongresshaus formiert sich Widerstand: SVP, GLP und AL wollen den städtischen Gesamtkredit von 239,45 auf 237,8 Millionen Franken kürzen.

matthias Scharrer
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SVP, GLP und AL bekämpfen hölzernes Tonhalle-Provisorium.

SVP, GLP und AL bekämpfen hölzernes Tonhalle-Provisorium.

Keystone

Ihr Kürzungsantrag, der Anfang Januar im Stadtparlament behandelt wird, betrifft den Beitrag an das Tonhalle-Provisorium während der Bauzeit von 2017 bis 2020. In diesem Zeitraum soll das Tonhalle-Orchester in der Maag-Halle eine neue Bleibe finden.

Die Industriehalle in Zürich West würde dafür mit einer «Box in der Box» ausgestattet – einem Holzeinbau zur Verbesserung der Akustik. Den städtischen Beitrag von 1,65 Millionen an dieses Provisorium wollen SVP, GLP und AL streichen, wie sie in der vorberatenden Gemeinderatskommission beschlossen. Es sei eine «De-luxe-Variante», sagte AL-Gemeinderat Niklaus Scherr gegenüber der «NZZ».

Zudem wehrt sich die Sparallianz gegen die geplante Subventionserhöhung für die Tonhalle um 2,5 Millionen Franken, mit der die Miete während und nach den Sanierungsarbeiten beglichen werden soll. GLP, AL und SVP bringen es zusammen auf 44 von 125 Sitzen im Stadtparlament.

Während die SVP das Grossprojekt aus Spargründen grundsätzlich ablehnt, wollen AL und GLP dem Kredit zustimmen, auch wenn ihre Sparanträge im Gemeinderat scheitern. Die Baukosten veranschlagt der Stadtrat auf 165 Millionen Franken. Hinzukommen nebst den Provisoriums-Kosten 72,8 Mio. zur Entschuldung der Kongresshaus-Stiftung, die die Gebäude besitzt, wobei 56,8 Mio. den Verzicht auf die Rückforderung alter städtischer Darlehen betreffen.

Die Kongresshaus-Stiftung soll neu in eine öffentlich-rechtliche Stiftung umgewandelt werden. Über das Sanierungsprojekt entscheiden die Stadtzürcher Stimmberechtigten voraussichtlich im kommenden Juni.