Strassburger ist unter anderem für die Internationale Rechtshilfe zuständig. Befragen dürften die Prozess-Beteiligten aus Deutschland die Zeugin nicht selbst. Die Staatsanwaltschaft Zürich kann für ein deutsches Gericht jedoch eine Einvernahme führen, wie Strassburger einen Bericht aus dem "Tages-Anzeiger" vom Freitag bestätigte. Er werde das Gesuch nun prüfen und dann entscheiden.

Falls er eine entsprechende Verfügung erlasse, sei diese von den Betroffenen anfechtbar. Das letzte Wort hätte dann das Schweizer Bundesstrafgericht. In einer Verfügung wird unter anderem festgelegt, wie eine Einvernahme stattfindet und wer daran teilnehmen darf.

Ein Rechtshilfeersuchen kann sowohl von einer Staatsanwaltschaft als auch von einem Gericht gestellt werden. Selten sei, dass dies erst während der Hauptverhandlung geschehe, sagte Strassburger.

Bei der Schweizer Zeugin soll es sich laut "Tages-Anzeiger" um eine Ex-Partnerin von Kachelmann handeln. Sie habe sich geweigert, in Mannheim zu erscheinen. Die Ermittler hätten die junge Frau kontaktiert, nachdem sie im beschlagnahmten Handy von Kachelmann auf gelöschte Korrespondenz mit ihr gestossen seien.

Der TV-Wettermoderator muss sich seit dem 6. September 2010 wegen schwerer Vergewaltigung seiner langjährigen Freundin vor Gericht verantworten. Der Angeklagte bestreitet die Tat.