Zürich
«Geriatrienetz Zürich»: Stadt, Uni und Unispital spannen enger zusammen

Wenn es um die Versorgung betagter Patientinnen und Patienten und die medizinische Altersforschung geht, wollen Stadt, Universität und Unispital Zürich ab sofort die Zusammenarbeit verbessern.

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Ein betagter Mann bei der Arztvisite im Zürcher Waidspital (Archivbild)

Ein betagter Mann bei der Arztvisite im Zürcher Waidspital (Archivbild)

Keystone

Wenn es um die Versorgung betagter Patientinnen und Patienten und die medizinische Altersforschung geht, arbeiten Stadt, Universität und Unispital Zürich ab sofort enger zusammen. Das "Geriatrienetz Zürich" soll auch dem drohenden Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenwirken.

Vorgesehen ist beispielsweise, dass betagte Patientinnen und Patienten nach einer Operation im Unispital ins Stadtspital Waid verlegt werden. Dieses ist ganz darauf ausgerichtet, alte Menschen mit häufig mehrfachen Erkrankungen weiter zu behandeln und zu pflegen, wie die Stadt am Freitag mitteilte.

Das Stadtspital Waid verfügt als einziges Spital im Kanton über einen definitiven Leistungsauftrag für die akutgeriatrische Versorgung. Bereits seit fünf Jahren besteht eine gemeinsame Forschungsabteilung der Universität und des Stadtspitals Waid: Das Zentrum für Alter und Mobilität (ZAM).

Hier wird untersucht, wie ältere und hochbetagte Menschen möglichst lange gesund und selbständig bleiben. Nach der erfolgreichen Pilotphase wird die Projekt-Zusammenarbeit erneuert und das ZAM mit Sitz am Stadtspital Waid weiter ausgebaut.

Die Pflegezentren der Stadt Zürich beteiligen sich am geriatrischen Konsiliardienst des Unispitals und stehen für die Ausbildung von Medizinstudierenden zur Verfügung. Gleichzeitig sollen Assistenzärztinnen und -ärzte zwischen den Einrichtungen wechseln. Dies sei ein grosser Vorteil für den Aufbau der geriatrischen Weiterbildung, heisst es in der Mitteilung.

Ausserdem werde mit dem "Geriatrienetz" der Forschungsstandort Zürich im Bereich Geriatrie und die Umsetzung von Forschungsresultaten in die Praxis gefördert. Hintergrund der vertieften Kooperation ist der 2013 an der Uni Zürich geschaffene Lehrstuhl für Geriatrie und die parallel dazu eingerichtete Klinik für Geriatrie am Unispital.

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