Im Unterschied zu den bestehenden Empfangs- und Verfahrenszentren werde der Aufenthalt in Zürich länger dauern und die Zahl der Personen höher sein, heisst es im Postulat von SP und GLP. Dies stelle die Betreiber und die Bewohner vor besondere Herausforderungen.

Namentlich die Ausgangsbestimmungen schienen deshalb gar restriktiv zu sein, heisst es weiter. Hinsichtlich der Ausgangszeiten soll es deshalb einen Spielraum geben. Gemäss Verordnung des Bundes gelten die Ausgangszeiten während der Woche von 9 bis 17 Uhr sowie am Wochenende von Freitag 9 Uhr bis Sonntag 17 Uhr.

Stadtrat nimmt Postulat entgegen

Der Stadtrat ist bereit, das Postulat entgegen zu nehmen. Er muss nun prüfen, wie er Einfluss auf das Betriebskonzept nehmen kann, so dass im Rahmen der Versuchsphase eine flexiblere und weniger restriktive Auslegung der Bestimmungen möglich wird.

Gegen das Postulat waren CVP, FDP und SVP. Eine restriktive Ausgangspolitik mache mehr als nur Sinn, sagte der SVP-Sprecher.

Ein Postulat der Grünen ebenfalls zum geplanten Asylzentrum hatte hingegen keine Chance. 20 stimmten dafür, 98 waren dagegen. Die Grünen forderten, dass statt des geplanten Containerdorfs eine richtige Siedlung gebaut werde.

Der Bund und die Stadt Zürich planen, auf dem Duttweiler-Areal ab Januar 2014 das Testzentrum des Bundes für ein neues, schnelleres Asylverfahren einzurichten. Vorgesehen ist eine temporäre Containersiedlung für 500 Asylsuchende. Das Asylzentrum soll während 15 Jahren genutzt werden.