Die finanziell angeschlagenen Stadtspitäler Triemli und Waid sollen gemeinsam auf Kurs gebracht werden. Der Zürcher Stadtrat hat im September entschieden, die Umsetzung des Programms "Stadtspital 2020" zu beschleunigen und André Zemp zum Spitaldirektor beider Stadtspitäler berufen.

Zemp erhielt den Auftrag, bis Ende Jahr eine gemeinsame Spitalleitung zu bilden. Diesen Auftrag hat er nun umgesetzt. Die gemeinsame Spitalleitung hat Stadtrat Andreas Hauri (GLP), Vorsteher des Gesundheitsdepartementes, verabschiedet, wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Die neue Spitalleitung setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern beider Spitäler zusammen. Mit bisherigen Spitalleitungsmitgliedern, die in der neuen Struktur nicht mehr in der Spitalleitung vertreten sind, konnten einvernehmliche Lösungen gefunden werden. Sie nehmen in der neuen Organisationsstruktur "eine wichtige Rolle ein und werden den Transformationsprozess aktiv mittragen".

Fit für die Zukunft, Doppelspurigkeiten vermeiden

"Mit der neuen gemeinsamen Spitalleitung rüsten wir das Stadtspital Waid und Triemli für die Zukunft und die Vergabe der kantonalen Leistungsaufträge 2022", wird Hauri in der Mitteilung zitiert. Die neue Spitalleitung werde alle strategischen und operativen Entscheide im Hinblick auf beide Stadtspitäler treffen.

Die Spitäler würden damit nachhaltig besser aufgestellt, um die wirtschaftlichen Herausforderungen zu meistern. Auch werde mit einem gemeinsamen Auftritt des Stadtspitals Waid und Triemli die medizinische Qualität und damit die öffentliche Medizin im Raum Zürich weiter gestärkt.

Gemäss Zemp wird "die neue Spitalleitung die Zusammenarbeit in allen Bereichen vorantreiben. Unser Ziel ist es, nahtlos ineinandergreifende Prozesse zu etablieren und Doppelspurigkeiten zu vermeiden." Mit der gemeinsamen Spitalleitung sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer optimalen und konsequenten Synergienutzung erreicht, heisst es weiter.

Im vierten Quartal 2018 haben das Stadtspital Waid und Triemli bereits erste Sofortmassnahmen initiiert. Unter anderem schreiten die Zusammenführung des Bereichs Human Resources, die Vereinheitlichung der Öffentlichkeitsarbeit sowie die Zusammenarbeit im Bereich Akutgeriatrie und Palliative Care planmässig voran.