Strassenverkehr
Gemeinderat Zürich will Kredit für Versuch auf Bellerivestrasse

Weniger Fahrspuren, dafür ein Veloweg auf der Einfallsachse Bellerivestrasse/Utoquai im Zürcher Seefeld: Der Gemeinderat hat den Stadtrat beauftragt, einen Projektierungskredit für den Pilotversuch vorzulegen. Er hat am Mittwoch eine entsprechende Motion überwiesen.

Merken
Drucken
Teilen
Vom Bahnhof Tiefenbrunnen bis zur Schöckstrasse sollen die Fahrspuren reduziert und der gewonnene Platz für beidseitige Velowege genutzt werden. (Symbolbild)

Vom Bahnhof Tiefenbrunnen bis zur Schöckstrasse sollen die Fahrspuren reduziert und der gewonnene Platz für beidseitige Velowege genutzt werden. (Symbolbild)

Aargauer Zeitung

Die Motion stammt von der GLP. Sie will im dreijährigen Pilotversuch im Abschnitt Bahnhof Tiefenbrunnen bis Schöckstrasse die Fahrspuren reduzieren und ein wechselseitiges Verkehrsregime einführen. Der dadurch gewonnene Platz soll zur Markierung eines beidseitigen Veloweges genutzt werden.

Der Stadtrat wollte die Motion nicht entgegennehmen, dafür aber umgewandelt als Postulat. "Wir sind bereit, es zu prüfen", sagte Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP). Dies soll aber mittels Verkehrsstudie geschehen. Denn ob die in der Motion geforderten Massnahmen überhaupt umgesetzt werden können, ist laut Leutenegger fraglich: Unter anderem könnte auch der Kanton noch ein Wort mitreden.

Die SVP, FDP und CVP sprachen sich gegen die Motion aus und lehnten auch das Postulat ab. Sie sprachen beispielsweise von "Zwängerei", die Befürworter seien "beratungsresistent" und kämen mit ihrem Anliegen zu spät.

75 zu 49 Stimmen

Sie wehrten sich vergeblich: Der Gemeinderat überwies die Motion mit 75 zu 49 Stimmen. Damit wird der Stadtrat beauftragt, dem Gemeinderat einen entsprechenden Projektierungskredit vorzulegen. Falls die Motion nicht erfüllbar ist, muss er dem Gemeinderat Bericht erstatten und die Abschreibung beantragen.

Die Bellerivestrasse, die täglich von rund 25'000 Fahrzeugen befahren wird, soll ab 2019 während drei Jahren saniert werden. Die Befürworter der Motion sehen mit dieser Gesamtsanierung unter anderem "eine gute Gelegenheit" für den Pilotversuch.