Die Stiftung St. Jakob wolle an einem neuen Standort an der Ecke Heinrich- /Viaduktstrasse die Integration von behinderten Menschen in den Arbeitsmarkt weiterführen, schreibt die „NZZ". Der Neubau solle insgesamt 36 Millionen Franken kosten, wobei die Stiftung das Land im Baurecht von der Stadt zu Marktkonditionen erhalte. Sponsoren und Kanton beteiligen sich am Bauprojekt. Einen Teil des Geldes wolle die Stiftung aber selbst einbringen. Dies durch die kommerzielle Nutzung des alten Standorts in einem verhältnismässigen Rahmen, beispielsweise für Wohnungen. Doch der Gemeinderat habe entschieden, dass er gegen dieses Vorhaben sei.

Der Rat habe in einer Sitzung vom 12. März ein Postulat von Niklaus Scherr überwiese, welches fordere, der Stadtrat müsse auf die Stiftung einwirken, damit keine Wohnungen im oberen Preissegment oder gar Luxuswohnungen erstellt werden. Pikant: Die Forderung sei erst eingegangen, nachdem das Baurecht schon beurkundet worden sei.
Diese Vorgabe mache Stiftungspräsident Christoph Pestalozzi zu schaffen. Einerseits bezahle die Stiftung der Stadt Marktkonditionen für das Land des künftigen Neubaus, andererseits wolle die Stadt verbieten, am Markt das nötige Geld hereinzuholen. Im schlechtesten Fall laufe das auf höhere Subventionen seitens der Stadt hinaus. (fwa)