Der Kantonsrat hat eine Parlamentarische Initiative von SP, CVP und Grünen mit 110 zu 50 Stimmen abgelehnt. Im August 2012 unterstützte der Rat den Vorstoss noch vorläufig. Am Montag hatte das Anliegen aber keine Chance mehr. Die bürgerliche Ratsseite setzte sich durch und lehnte es ab, im Gesetz eine Vorzugsbehandlung für Gemeinden zu verankern. Sie argumentierte, dass der Kanton die Gemeinden bereits heute im Voraus informiere, wenn ein Objekt auf den Markt komme.

Baudirektor Markus Kägi (SVP) sprach sich ebenfalls gegen ein Vorkaufsrecht zu günstigen Preisen aus. Es dürfe nicht sein, dass der Kanton über Immobilien- oder Landverkäufe die Gemeinden subventioniere.

Die Initianten wollten mit ihrer Parlamentarischen Initiative verhindern, dass der Kanton mit dem Verkauf an Meistbietende die Immobilienspekulation anheizt. Vor allem in Seegemeinden verkaufte der Kanton in den vergangenen Jahren Areale zu marktüblichen und damit sehr hohen Preisen.