Gemeindefinanzen
Zürcher Stadtrat rechnet mit 35,2 Millionen Franken höherem Defizit

Der Zürcher Stadtrat hat Nachträge zum Budget 2023 beschlossen. Insgesamt beantragt er zusätzlich 67,8 Millionen Franken. Damit steigt das Defizit um 35,2 Millionen Franken auf 208,7 Millionen Franken.

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In der Erfolgsrechnung wirkt sich vor allem der Teuerungsausgleich aus. So werden 9,4 Millionen Franken für die Anpassung der Löhne des städtischen Personals benötigt, sowie 12,4 Millionen Franken für die Erhöhung der Löhne des städtischen und kantonalen Lehrpersonals, wie der Stadtrat am Mittwoch mit dem sogenannten Novemberbrief mitteilte.

Die Unterstützungsmassnahmen für Lehrpersonen ohne Diplom verursachen zusätzliche Kosten von 2,6 Millionen Franken für Klassenassistenzen, Fachberatung, -begleitung und -ausbildung.

4 Millionen wegen gestiegener Energiepreise

Die Zunahme der Energiepreise schlägt mit 4 Millionen Franken zu Buche. Mehrausgaben gibt es unter anderem auch durch höhere Betriebsbeiträge für Kitas.

Im Asylbereich rechnet der Stadtrat mit Mehrkosten für die Unterbringung von Geflüchteten aus der Ukraine von 8,8 Millionen Franken sowie mit 4,9 Millionen Franken für den Aufbau von drei zusätzlichen Wohngruppen für unbegleitete Minderjährige.

Die Nettoinvestitionen des Verwaltungsvermögens steigen um 5,7 Millionen Franken auf neu 1,360 Milliarden Franken, die Nettoinvestitionen des Finanzvermögens steigen um 26,9 Millionen Franken auf 535,4 Millionen Franken.

Als nächstes wird sich der Gemeinderat mit dem städtischen Budget befassen. Er wird dafür voraussichtlich mehrere Sitzungen benötigen. (sda)