Alle Fraktionen sagten gestern einem Vorstoss ihre Unterstützung zu, der im Dezember lanciert worden war. Es geht um einen verunglückten Paragrafen im Gemeindegesetz, der dafür gesorgt hat, dass Gemeinden teilweise massiv nach unten verzerrte Budgets aufstellten, da sie eine sogenannte Abgrenzungsbuchung für den Ressourcenausgleich vornehmen mussten. Zahlreiche Finanzvorstände kritisierten die Regel. So etwa auch der Dietiker Finanzvorstand Rolf Schaeren (CVP), als er im Herbst das Budget der Stadt Dietikon vorstellte.

Der Vorstoss von Jörg Kündig (FDP, Gossau), mitunterzeichnet von Jean-Philippe Pinto (CVP, Volketswil) und Markus Bärtschiger (SP, Schlieren), will den Gemeinden die Wahl lassen, welches Buchungsprinzip sie verwenden wollen: das neue Differenzmodell oder das Vollmodell. So werden Geber- und Nehmergemeinden gleichgestellt. Der reparierte Paragraf soll bereits am 1. April in Kraft treten, sagte Kommissionspräsident Pinto. Damit sei er der schnellste Vorstoss der Legislatur. Links-Grün war nicht begeistert vom Rekord und gab der FDP die Schuld, dass es überhaupt soweit gekommen sei. Die Schlussabstimmung steht noch aus. (kme/tsc/deg)