Kriminalität
Gemeinde Regensdorf erstattet Anzeige wegen Sozialhilfe-Daten

Die Gemeinde Regensdorf erstattet Anzeige gegen Unbekannt. Sie will wissen, wer den Medien vertrauliche Informationen über einen ihrer Sozialhilfebezüger zugespielt hat.

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Die Gemeinde Regensdorf erstattet im Zusammenhang mit den publik gemachten vertraulichen Informationen eines ansässigen Sozialhifebezügers Anzeige gegen Unbekannt.

Die Gemeinde Regensdorf erstattet im Zusammenhang mit den publik gemachten vertraulichen Informationen eines ansässigen Sozialhifebezügers Anzeige gegen Unbekannt.

myswitzerland.com

Ein 31-jährige Schweizer steht im Verdacht, in Zürich-Affoltern einen Türsteher erschossen zu haben.

Der Mann bezieht in Regensdorf Sozialhilfegelder, soll gleichzeitig aber einen Jaguar gefahren sein und sich geweigert haben, an Gesprächen mit Sozialarbeitern teilzunehmen. Trotzdem wurden ihm aber offenbar die Beträge nicht gekürzt.

Diese eigentlich vertraulichen Informationen waren am vergangenen Sonntag in der Presse zu lesen. Nun sucht die Gemeinde Regensdorf das Datenleck. Die Gemeinde erstatte Anzeige gegen Unbekannt, sagte Gemeindeschreiber Stefan Pfyl am Dienstag auf Anfrage der sda.

Man habe keinen Verdacht, wer die Informationen herausgegeben haben könnte. "Wir wollen das einfach geklärt haben", sagte Pfyl.

Der Sozialhilfeempfänger soll am Morgen des 1. März in Zürich-Affoltern einen 30-jährigen Montenegriner erschossen haben. Er wurde am vergangenen Wochenende festgenommen. Ein zweiter Verdächtiger, ein 30-jähriger Russe, wurde bereits zwei Tage vorher verhaftet.