Bezirksgericht Zürich

Geldeintreiber fackelt Wohnung von Schuldner ab

Bankräuber vor Bezirksgericht Zürich (Symbolbild)

Bankräuber vor Bezirksgericht Zürich (Symbolbild)

Um seinen Geldforderungen Nachdruck zu verleihen, hat ein Zürcher Gläubiger die Wohnung seines Schuldners abgefackelt. Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Beschuldigten am Donnerstag zu einer Freiheitsstrafe von 14 Monaten.

Das Gericht sprach den Geldeintreiber unter anderem wegen Brandstiftung und versuchter Nötigung schuldig. Der heute 23-Jährige Gläubiger zeigte Reue und erklärte, dass er unter Alkoholeinfluss gehandelt habe. Im Urteil wurde festgelegt, dass er für den gesamten Schaden aufkommen muss und damit nun selber zum Schuldner wird.

Der Beschuldigte hatte im August 2009 die Wohnung eines Schuldners in Zürich aufgesucht und von ihm ultimativ die Begleichung einer offenen Rechnung verlangt. Als der Mieter erklärte, dass er kein Geld habe, griff der Besucher zu seinem Feuerzeug und zündete demonstrativ die Bettdecke an. Kurz darauf erstickte der Zeusler die Flammen.

Als das Opfer immer noch beteuerte, dass es nichts zurückzahlen könne, begab sich der Angeklagte ins Wohnzimmer und zündete diesmal einen Vorhang an. Er liess diesen für kurze Zeit brennen und löschte das Feuer, indem er Wasser aus einer Blumenvase darüber schüttete.

Wohnung abgefackelt

Nun versuchte sich der Mieter zu wehren, wurde aber vom Beschuldigten zurückgeworfen und mit einem Messer bedroht. Danach setzte der Gläubiger beim Küchenfenster einen weiteren Vorhang in Brand. Beim Versuch, dieses Feuer zu löschen, erlebte er jedoch eine böse Überraschung. Als er den Wasserhahn aufdrehte, floss kein Wasser.

Das Feuer breitete sich schnell aus, worauf die beiden Männer flüchteten. Trotz schnellen Einsatzes der Feuerwehr brannte die Wohnung teilweise aus. Dabei entstand Sachschaden von über 30'000 Franken.

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