«Ghost Bike»
Geistervelos stehen für mindestens einen Monat wieder in der Stadt Zürich

Bereits Anfang Juni tauchten die ersten «Ghost Bikes» an diversen Kreuzungen in der Stadt Zürich auf. Ebenso schnell wie sie aufgestellt wurden, hatte sie die Stadtpolizei auch wieder abgeräumt. Nun stehen sie wieder da, diesmal mit Bewilligung.

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«Ghost Bike»

«Ghost Bike»

Limmattaler Zeitung

An einigen Kreuzungen in der Stadt Zürich sind sie wieder zu sehen, die weissen Fahrräder mit Grabkerzen, Rosen und einem Schildchen ausgestattet. Auf dem Schild ist auch gleich der Sinn von diesen «Ghost Bikes» zu erkennen. «Zu viele Velounfälle an dieser Stelle».

Hinter der Aktion stehen die Zürcher Jungen Grünen. Auf ihrer Internetseite schreiben die Jung-Politiker, dass die Velos als ein Mahnmal für die zahlreichen Velounfälle in der Stadt gelten. Die Unfälle seien eine Folge der fehlenden Infrastruktur.

An den Stellen wo die Fahrräder zu finden sind, sollen mehr als zehn Unfälle mit Velos stattgefunden haben. Während einem Monat sollen die Fahrräder an den Kreuzungen stehen bleiben, dann läuft die Bewilligung der Stadt Zürich aus.

Mit dieser Aktion üben die Jungen Grünen Kritik an ihren eigenen Stadträten Ruth Genner (Tiefbauvorsteherin) und Daniel Leupi (ehemaliger Polizeivorsteher). Gegenüber der «NZZ» meint der Junge Grüne Lukas de Ventura: «Wir kritisieren den Stadtrat in dem Sinne, dass wir mehr fordern als im Masterplan Velo vorgesehen ist, dessen Umsetzung ja auch noch ungewiss ist.»