Public-Viewing
Geheimtipps fürs WM-Public-Viewing

Immer grösser und kommerzieller wurden die Public Viewings in den letzten Jahren – speziell in Zürich, wo sowieso alles am grössten sein muss. Wir zeigen, wo sich die WM-Endphase noch geniessen lässt.

Matthias Scharrer
Merken
Drucken
Teilen
Gedränge an der Langstrasse: Fast jede Beiz hat Fernseher rausgestellt.

Gedränge an der Langstrasse: Fast jede Beiz hat Fernseher rausgestellt.

Diana Alila

Besorgt fragt sich schon mancher Fussballfan, welchen einen Inhalt das Leben in einer Woche noch haben wird, wenn die WM vorbei ist. Doch die vier entscheidenden Spiele stehen noch aus, beginnend mit dem heutigen Halbfinale zwischen Brasilien und Deutschland
(22 Uhr). Und damit drängt sich die nächste existenzielle Frage auf: Wo soll man sich die Spiele ansehen? Klar, daheim auf dem Sofa wäre es am gemütlichsten, und man könnte seinen Emotionen unbeobachtet von Fremden hemmungslos freien Lauf lassen. Aber mehr Spass macht es doch in Gesellschaft. Und hier fängt die Qual der Wahl an: Das Angebot an Public Viewings ist gerade in Zürich riesig.

Fast schon Stadionatmosphäre bietet das Public Viewing an der Europaallee, Ecke Langstrasse. Allerdings war der Andrang hier bisher oft so gross, dass gar nicht mehr reinkam, wer nicht frühzeitig da war. Okay, entlang der Langstrasse bieten sich genug Alternativen, fast jede Beiz hat Fernseher rausgestellt. Nur: Auch hier ist das Gedränge bisweilen erdrückend. Und das Gross-Public-Viewing im Hauptbahnhof ist zwar praktisch, wenn man auf der Durchreise ist, aber eben: Der Bahnhof ist ein Durchreiseort, keiner zum Verweilen. Massenerlebnisse verspricht auch das Indoor Viewing in der Maag-Halle. Doch Masse ist nicht immer klasse.

Am grössten ist der Public-Viewing-Genuss an den kleineren und mittleren Veranstaltungen. Man kann sich innert nützlicher Frist an der Bar eindecken, Bekannte treffen und schnell das stille Örtchen aufsuchen, ohne zu viel vom Spiel zu verpassen. Eine Auswahl solcher Orte finden sie rechts. Es sind die Geheimtipps der Redaktion, die nun auch nicht mehr ganz so geheim sind.