Kantonsrat

Gegner der Business-Fliegerei in Dübendorf erhalten Rückenwind

Die Meinungen über die Zukunft des Flugplatzes Dübendorf gehen auseinander.

Die Meinungen über die Zukunft des Flugplatzes Dübendorf gehen auseinander.

Die Coronakrise änderte alles, auch die Zürcher Flughafen-Politik. Nun kommt die «Nur-ein-Flughafen-Initiative» im Kantonsrat statt auf der Strasse voran.

Ursprünglich war die «Nur-ein-Flughafen-Initiative» Ende Januar als kantonale Volksinitiative lanciert worden.  Sie verlangt, dass im Zürcher Kantonsgebiet «nur ein Flughafen für den gewerbsmässigen Verkehr von Düsenflugzeugen betrieben wird», wie es im Initiativtext heisst. Konkret richtet sie sich gegen Pläne des Bundes, den Militärflugplatz Dübendorf vermehrt auch für die Business-Fliegerei zu nutzen und damit den Flughafen Zürich-Kloten zu entlasten.

Weil Unterschriftensammlungen wegen der Coronakrise aber zunehmend erschwert und schliesslich bis auf weiteres verboten wurden, doppelte Initiant Peter Wolfgang von Matt nach: Er reichte das Anliegen auch als Einzelinitiative im Kantonsrat ein. Dieser hat von Matts Initiative am Montag mit 80 Stimmen vorläufig unterstützt, sodass der Regierungsrat sich nun damit befassen muss.

«Eine vierte Piste für den Flughafen Zürich in Dübendorf braucht es nicht», sagte Felix Hoesch (SP, Zürich). Die Fläche in Dübendorf sei sinnvoller für  Mensch und Natur zu nutzen. Zumal die Coronakrise gezeigt habe, dass viele Businessflüge gar nicht nötig seien. Es gelte nun ein klares Zeichen gegen einen übermässigen Flugverkehr zu setzen, hiess es auch aus den Reihen der GLP und der Grünen. Die AL sprach sich ebenfalls dagegen aus, den Flugplatz zum Flughafen Dübendorf weiterzuentwickeln.

SVP und FDP hielten dagegen. Luftfahrt sei Sache des Bundes, betonte Christian Lucek (SVP, Dänikon). «Wir sollten bezüglich der Zukunft des Flugplatzes Dübendorf offener sein», fügte Alex Gantner (FDP, Maur) an.

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