Zürcher Stadtrat

Gegenvorschlag zu Juso-Initiative: interkultureller Austausch soll mit Festival und Veranstaltungen gefördert werden

Der Zürcher Stadtrat möchte kulturellen Austausch mit Festivals und Veranstaltungen in den Quartieren fördern. (Symbolbild)

Der Zürcher Stadtrat möchte kulturellen Austausch mit Festivals und Veranstaltungen in den Quartieren fördern. (Symbolbild)

Der Zürcher Stadtrat legt dem Parlament einen Gegenvorschlag zur Juso-Initiative «Für ein weltoffenes Zürich» vor. Statt ein neues Kulturhaus zu schaffen, will der Stadtrat den interkulturellen Austausch lieber mit einem Festival und Veranstaltungen in den Quartieren fördern.

Die Jungpartei fordert in ihrer Initiative ein Kulturzentrum, in dem interkulturelle Veranstaltungen und Sprachkurse stattfinden sollen. Dafür soll die Stadt maximal 25 Millionen Franken sprechen.

In dieser Form lehnt der Stadtrat die Initiative aber ab, wie er am Mittwoch mitteilte. Er will das Anliegen nach mehr Austausch lieber mit einem Gegenvorschlag umsetzen, der aus zwei Teilen besteht.

Zum einen will der Stadtrat alle zwei Jahre interkulturelle Programmwochen durchführen. Dabei sollen bereits bestehende und neue Veranstaltungen gebündelt und als Festival durchgeführt werden.

Günstiger als ein Kulturhaus

Organisiert werden sollen diese Programmwochen von Privaten, allerdings will der Stadtrat diesen Auftrag öffentlich ausschreiben und das Festival mit 200'000 Franken unterstützen.

Zum anderen hat der Stadtrat einen neuen Kredit im Gegenvorschlag untergebracht, mit dem beispielsweise Projekte in den Quartieren gefördert werden sollen. Pro Jahr sollen so 250'000 Franken zur Verfügung stehen. Damit wäre der Gegenvorschlag deutlich günstiger als das von der Juso geforderte Kulturhaus.

Juso zieht Initiative vorerst nicht zurück

Die Juso nimmt den Gegenvorschlag erfreut zur Kenntnis und begrüsst, dass die Stadtregierung beim Thema Migration ebenfalls Handlungsbedarf erkennt. Ihre Initiative will die Jungpartei vorerst aber nicht zurückziehen, schliesslich gehe diese deutlich weiter als der Gegenvorschlag, wie die Juso mitteilte.

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