Kein Thema im Gemeinderat waren am Mittwoch die 50,93 Millionen Franken für die Sanierung des über 50-jährigen Amtshauses. Diese Ausgaben hat der Stadtrat in Eigenkompetenz bewilligt. Das Gebäude im Kreis 4 ist denn auch bereits eingerüstet. Im ersten Quartal 2019 sollen die Arbeiten fertig sein und das Sozialzentrum Ausstellungsstrasse soll einziehen.

Am Mittwochabend ging es unter anderem um 1,99 Millionen Franken für den Einbau einer Café-Bar im Erdgeschoss des Amtshauses. Das Lokal soll rund 30 Innen- und 50 Aussenplätze erhalten. Der Stadtrat erfüllt damit ein Postulat des Gemeinderates, der 2013 eine Aufwertung des Helvetiaplatzes gewünscht hatte.

Gemäss AL braucht es aber an diesem Ort kein neues Café. Auch sei es eine Illusion, dass der Platz mit der Erdgeschoss-Nutzung schöner werde. Zudem werde damit der nützliche Unterstand aufgelöst. Die AL wurde aber einzig von zwei grünen Gemeinderäten unterstützt. Hochbauvorsteher André Odermatt (SP) betonte, dass der Platz mit der Café-Bar "lebenswerter und in dem Sinn auch sicherer" werde.

Öffentliche Toiletten bleiben

Gegen den Willen des Stadtrates entschied eine Mehrheit des Parlaments, die öffentlichen Toiletten auf dem Platz nicht aufzuheben. Damit können 234'000 Franken gespart werden. Knapp dieser Betrag - 230'000 Franken - soll für den Einbau von automatischen Storen im Amtshaus eingesetzt werden, wie eine Mehrheit befand. Aus Spargründen wollte der Stadtrat darauf verzichten.

Insgesamt bewilligte der Rat damit rund 1,9 Millionen Franken für Umbauten im Zusammenhang mit der künftigen Nutzung des Amtshauses durch das Sozialzentrum.

Mit der Sanierung soll auch die Tiefgarage als teilweise öffentliches Parkhaus umgenutzt werden. Oberirdische Parkplätze sollen dafür aufgehoben werden, was 1,92 Millionen Franken kostet. Das Stadtzürcher Stimmvolk hatte diesem Kredit im Jahr 2008 im Rahmen einer Abstimmung zur Aufwertung des Helvetiaplatzes zugestimmt.

Bereits 1994 hatte ein SP-Gemeinderat in einer Motion eine Neugestaltung des Platzes gefordert. Abgeschrieben wurde dieses Geschäft im Jahr 2013. Gleichzeitig überwies das Stadtparlament damals das Postulat, das nun am Mittwoch abgeschrieben wurde.