Dies vor allem in den Fokus- und Pufferzonen rund um die Fundstelle in Oberwinterthur.

Der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) hat einen Lebenszyklus von zwei Jahren. Die Eier, welche die Käfer im Sommer 2012 abgelegt hatten, haben sich in der Zwischenzeit zu Larven entwickelt und durch das Holz der befallenen Bäume gefressen.

In diesem Sommer könnten sie als Käfer wieder sichtbar werden, wie Departement Technische Betriebe der Stadt Winterthur und Baudirektion Kanton Zürich am Freitag mitteilten. Somit ist 2014 nach 2012 erstmals wieder ein Flugjahr. Die Flugaktivität ist bei warmen Temperaturen am intensivsten und dauert von Juni bis Oktober. Verdachtsfälle und Funde sollen der Stadtgärtnerei gemeldet werden.

Der erste Laubholzbockkäfer war im Juli 2012 auf einer Baustelle in Oberwinterthur entdeckt worden. Bis Ende 2013 hat die Stadt Winterthur rund 8000 Arbeitsstunden in die Kontrolle investiert. Eingesetzt wurden auch spezielle Spürhunde.

Der ALB gilt als besonders gefährlicher Schädling und hat in Europa kaum Feinde. Gefährdet sind vor allem Laubbäume, insbesondere alle Ahornarten aber auch Birken, Pappeln, Platanen, Rosskastanien und Weiden. Eingeschleppt wird er häufig mit Holz aus Asien, oft mit Verpackungsholz.

Seit 2011 wurden in der Schweiz aus sieben Kantonen ALB-Fälle gemeldet. Der Befall in Winterthur ist schweizweit der grösste, und die Überwachung kostet jährlich knapp eine Million Franken. (sda)