Obergericht Zürich

Gastarbeiter um Millionen betrogen: Lange Haftstrafe für Vermögensberater

Der Verurteilte hatte Pensionskassengelder von insgesamt 250 italienischen Gastarbeitern veruntreut.(Symbolbild)

Der Verurteilte hatte Pensionskassengelder von insgesamt 250 italienischen Gastarbeitern veruntreut.(Symbolbild)

Das Obergericht Zürich hat am Montag einen Vermögensberater zu sieben Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann veruntreute während acht Jahren Pensionskassengelder in der Höhe von 34 Millionen Franken. So brachte er italienische Gastarbeiter um ihre Rente.

Das Obergericht folgte über weite Strecken dem Urteil des Bezirksgerichts Zürich. Dieses hatte 2015 den Beschuldigten zu einer Freiheitsstrafe von 9 Jahren verurteilt. Der heute 54-jährige Italiener legte Berufung ein.

Das Gericht stufte sein Vergehen jedoch ebenfalls als schwer bis sehr schwer ein. Der Mann hatte während acht Jahren mittels gefälschter Urkunden die Pensionskassengelder von insgesamt 250 italienischen Gastarbeitern veruntreut. Von den dabei umgesetzten 34 Millionen Franken sind sieben Millionen bis heute verschwunden.

Das Obergericht senkte die erstinstanzliche Strafe leicht, weil Betrug nur ein geringes Mass an krimineller Energie voraussetze. Der Beschuldigte habe leicht an das Geld gelangen können. Die 767 Tage, die er bereits abgesessen hat, werden von seiner Strafe abgezogen.

Bei den Geschädigten handelt es sich um Arbeiter, die in bescheidenen Verhältnissen lebten. Ein Teil von ihnen wählte den juristischen Weg, um ihre Renten zurückzuerhalten. Manche gelangten bis vor Bundesgericht.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1