Wochenende für Wochenende wird auf den Zürcher Fussballplätzen gerannt, gekickt, gejubelt oder Tränen vergossen. Für den reibungslosen Ablauf der verschiedenen Meisterschaften, an denen mittlerweile über 2200 Mannschaften teilnehmen, ist der Fussballverband Region Zürich (FVRZ) verantwortlich.

Als er 1912 als Fussballverband des Kantons Zürich aus der Taufe gehoben wurde, ahnte wohl noch niemand, welches Erfolgsmodell damit geboren wurde.

Heute, 100 Jahre später, ist der FVRZ grösster Teilverband des Schweizerischen Fussballverbandes. Um dieses Jubiläum würdig zu begehen, fanden und finden über das Jahr verteil verschiedene, spezielle Anlässe statt.

Am Samstag stand das offizielle Jubiläumsfest auf dem Programm. Es ging auf dem Event-Gelände des Thalwiler «Traumgartens» über die Bühne.

130 Gäste

Geladen waren rund 130 Gäste aus Sport, Wirtschaft und Politik, die den FVRZ sowohl ideell wie auch materiell unterstützen und dem Fussball seit langem verbunden sind.

An der Feier wurde in erster Linie den Leuten gedacht, die vor 1200 Monaten den Mut hatten, den Grundstein für den Zürcher Regionalfussball zu legen und jenen, die ihn über die letzten 100 Jahre prägten.

«Die Vereine haben das Entstehen und die Weiterentwicklung des FVRZ entscheidend mitgeprägt», zollte der Verbandsvorsitzende Reinhard Zweifel den vielen Freiwilligen Anerkennung.

Glücksmomente und Freude

Wie wichtig Sportverein sind, unterstrich Regierungsrat Mario Fehr in seiner Rede. Er gab zu bedenken, dass Vereine das Privileg hätten, Integration so zu gestalten, wie es andere, beispielsweise staatliche Institutionen, nie zustande brächten.

Fehr, selbst bekennender Fussballfan, verwies auf die «Glücksmomente», die der Fussball überall auf der Welt beschere.

Ähnliche Gedanken gab SFV-Zentralpräsident Peter Gilliéron preis. «95 Prozent im Fussball bereitet Freude», sagte er. Die gesellschaftspolitische Rolle sei nicht hoch genug zu würdigen, und der Breitenfussball lebe nach wie vor von viel Idealismus.

Gilliéron war dann auch nicht mit leeren Händen gekommen. Er übergab Reinhard Zweifel einen Check über 4000 Franken, den der FVRZ auf 5000 aufrunden und Beat Richner in Kambodscha überweisen wird.

FVRZ-Ehrenpräsident Hansueli Schneider überbrachte zudem die Grüsse der Fifa und einen Check von 10000 Franken zur weiteren Förderung des Verbandes. Vertreter des Freiburger und Tessiner Fussballverbandes reihten sich ebenfalls in die Liste der Gratulanten ein.