Zürich
Für gutes Geld: Stadt stellt neu Werbe-Bildschirme und Leuchtdreh-Säulen auf

An 10 Standorten in der Stadt sollen ab 2016 von morgens früh bis abends spät Werbefilme über Bildschirme flimmern.

Patrick Gut
Drucken
Teilen
Werbung darf als Film bewegt sein – aber blitzen und blinken darf sie nicht.Und das aus guten Gründen.Visualisierung Stadt Zürich

Werbung darf als Film bewegt sein – aber blitzen und blinken darf sie nicht.Und das aus guten Gründen.Visualisierung Stadt Zürich

Bruno Eberli SBf

Im Zürcher Hauptbahnhof hat man sich bereits an sie gewöhnt – an die Bildschirme, auf denen ein Werbespot den nächsten jagt. Ab 2016 sollen hochformatige LC-Bildschirme an zehn weiteren Standorten im öffentlichen Grund zum Stadtbild gehören. Die Bildschirme sind knapp 1,83 Meter hoch. Sie sollen am Bellevue, Escher-Wyss-Platz, Hauptbahnhof (2), Sihlpost, Bahnhof Altstetten, Bahnhof Hardbrücke (2) und Bahnhof Stettbach (2) aufgestellt werden.

Täglich darf die Werbung zwischen Morgendämmerung und 22 Uhr über die Mattscheiben laufen. Laut Vorgaben der Stadt sind die Filmsequenzen ruhig zu gestalten. «Auf schnelle Bildabfolgen, harte Kontraste, Blitz und Blinkeffekte sowie andere auffällige Effekte ist zu verzichten», steht in den Betriebsvorgaben. Ist die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet, muss eine Anlage allenfalls sogar entfernt werden.

Am Mittwoch startete die Ausschreibung für die zehn Bildschirmstandorte. Interessenten können ihre Angebote bis zum 24. Juli einreichen. Der Pachtvertrag läuft vom 1. Januar 2016 bis zum 30. Juni 2023. Für die zehn Bildschirmstandorte gilt ein Mindestangebot von 750'000 Franken pro Jahr. Die Stadt übernimmt die Kosten für die Bauarbeiten, während der Betreiber die Werbeanlagen selber bezahlen muss.

20 Leuchtdrehsäulen

Nicht genug mit zehn neuen Standorten für bewegte: Gleichzeitig sollen 20 Plakat-Leuchtdrehsäulen in Betrieb genommen werden. Die Säulen dürfen einen maximalen Durchmesser von 1,45 Meter haben und 4,62 Meter hoch sein. Maximal eine Umdrehung pro Minute ist für die Werbung vorgesehen – und zwar zwischen Tagesanbruch und 0.30 Uhr. Die Beleuchtung darf zwischen Abenddämmerung und 0.30 Uhr eingestellt sein.

Die Stadt hat die 20 Plakat-Leuchtdrehsäulen in vier Gruppen aufgeteilt. Das Mindestgebot pro Gruppe beträgt 120'000 Franken pro Jahr. Zu den Standorten zählen Sihlquai, Wipkingerplatz, Sihlcity, Utoquai/Bellevue und Bahnhofplatz. Für die Standorte der zehn Bildschirme und der 20 Plakat-Leuchtdrehsäulen zusammen rechnet die Stadt Zürich mit jährlichen Einnahmen von mindestens 1,2 Millionen Franken.

Aktuelle Nachrichten