Seit vergangenem August sind die Arbeiten an der ersten Etappe der Limmattalbahn zwischen Zürich Farbhof und Schlieren Geissweid sowie am Stadtplatz im Gang. Diese nehmen zeitweise ein Ausmass an, das die Region schon lange nicht mehr gesehen hat. So sind grosse Teile der Zürcher- und Badenerstrasse für die Verkehrsteilnehmer eingeschränkt nutzbar, und der Weg für Fussgänger über den Zentrumsplatz ändert sich regelmässig. Es ist an der Zeit für eine kleine Zwischenbilanz.

Aus Sicht von Daniel Issler, Gesamtprojektleiter der Limmattalbahn AG, bestand die grösste Herausforderung der ersten neun Monaten Bauzeit darin, die zahlreichen beteiligten Unternehmen innert so kurzer Zeit zu koordinieren, wie er auf Anfrage sagt. Durchschnittlich befinden sich rund 150 Bauarbeiter pro Tag im Einsatz für die Bahn. «Dazu kommen noch weitere Personen aus Planungsbüros, dem Verkehrsdienst und Garten-Unternehmen», so Issler. Grössere Zwischenfälle wie Unfälle habe es zum Glück keine gegeben. «Lediglich Bagatellunfälle wie Schnittwunden oder Prellungen kamen vor.»

Eine grosse Herausforderung für das Limmattalbahn-Team aber auch für die Anwohner und Pendler Schlierens dürften die anstehenden Sommerferien werden. Dann erfolgen der Belagseinbau, der Gleisbau und der Fahrleitungsbau auf dem Stadtplatz. «Dafür wird es notwendig, gewisse Verkehrsbeziehungen während dieser fünf Wochen teilweise zu unterbrechen», wie Issler sagt. Grundsätzlich würden diese Arbeiten zwischen 5 und 22 Uhr durchgeführt, bei Bedarf jedoch auch in der Nacht, wie Issler sagt.

Minimer Verzug in Zürich

Per Juni 2018 wurden bereits 70 Millionen der insgesamt 755 Millionen Franken für das Generationenprojekt verbaut. Auch befindet man sich im Zeitplan. Mit einer Ausnahme, wie dem Newsletter der aktuellen Anwohnerinfo zu entnehmen ist. «Die Arbeiten auf dem Gebiet der Stadt Zürich sind minim in Verzug aufgrund unvorhergesehener Werkleitungsverlegungen. Dies hat jedoch keinen Einfluss auf den Gesamtterminplan», versichert Issler.

Auch zwischen Zentrumsplatz und Geissweid ist viel passiert. Teile des Tief- und Gleisoberbaus sind bereits vollbracht, doch auch hier wird noch bis in die Sommerferien gearbeitet. Danach, also am 20. August, kann der neue Strassenabschnitt zwischen Zentrum und Geissweid dem Verkehr übergeben werden.