Es waren hohe Kosten, die im Raum standen. Trotzdem haben die Stadtzürcher Stimmberechtigten Ja gesagt zu den 240 Millionen Franken für die Sanierung der Tonhalle und des Kongresshauses. 76 350 Stimmberechtigte legten ein Ja in die Urne, 25 687 ein Nein. Die Stimmbeteiligung betrug 47 Prozent.

Von den 240 Millionen Franken entfallen 165 Millionen auf die Baukosten. Mit 73 Millionen Franken wird die Besitzerin der beiden Gebäude, die Kongresshaus-Stiftung, entschuldet und in eine öffentlich-rechtliche Anstalt umstrukturiert. Ausserdem zahlt die Stadt künftig jährliche Betriebsbeiträge von maximal 5,4 Millionen Franken an die Trägerschaft des Kongresshauses und an die Tonhalle-Gesellschaft, die damit die Raumkosten begleicht. Hinzu kommt ein Beitrag für das während dreier Jahren benötigte Tonhalle-Provisorium (maximal 1,65 Millionen Franken).

Bezug für 2020 vorgesehen

Der Baubeginn ist für Sommer 2017 geplant. Im Jahr 2020 sollen Tonhalle und Kongresshaus wieder bezugsbereit sein. Die Tonhalle war 1895 eröffnet worden, das Kongresshaus 1939. Sanierungs- und Modernisierungsbedarf waren unbestritten. Die Kosten für die Sanierung kritisierte einzig die SVP. Sie wehrte sich auch gegen die Entschuldung der Kongresshaus-Stiftung auf Kosten der Steuerzahler.

Ursprünglich wollte der Stadtrat an Stelle des heutigen Komplexes ein neues Kongresszentrum bauen. 2008 scheiterte der Landkauf für ein Neubauprojekt des spanischen Stararchitekten Rafael Moneo aber am Stimmvolk. Darauf folgte eine jahrelange Suche nach einem alternativen Standort, die schliesslich ergebnislos abgebrochen wurde. 2013 entschied der Stadtrat, das bestehende Haus am See zu sanieren und so umzubauen, dass es künftig auch für grössere Kongresse mit bis zu 2500 Plätzen benutzt werden kann. (sda)