Strassenprojekt

Fünf Beschwerden verzögern Baustart des Autobahnzubringers Obfelden/Ottenbach

5 Privatpersonen beschweren sich über das Strassenprojekt. (Archiv)

5 Privatpersonen beschweren sich über das Strassenprojekt. (Archiv)

Der Bau des Autobahnzubringers Obfelden/Ottenbach kann frühestens im Jahr 2019 starten. Fünf Privatpersonen haben beim Verwaltungsgericht Beschwerde erhoben, nachdem der Regierungsrat im Juli das Projekt festgesetzt und den Grossteil der 77 Einsprachen abgewiesen hatte.

Die Beschwerden betreffen projektspezifische Anliegen, wie die Baudirektion des Kantons Zürich am Montag mitteilte. Die Beschwerdeverfahren führen dazu, dass der für 2018 geplante Baubeginn kaum mehr realistisch ist und sich voraussichtlich um mindestens ein Jahr verzögert.

Nach der öffentlichen Auflage im Oktober 2014 gingen 77 Einsprachen ein. Rund die Hälfte davon betraf den Landerwerb und je ein Viertel bezog sich auf den Lärmschutz und die Linienführung. Nach Gesprächen mit Einsprechern zogen 15 von ihnen ihre Einsprache zurück.

Der Regierungsrat setzte das Projekt Anfang Juli 2016 fest und hiess einige Einsprachen gut. Diese seien entsprechend im bereinigten Auflageprojekt berücksichtigt worden, heisst es weiter. Die restlichen Einsprachen wurden abge- oder ins Enteignungsverfahren verwiesen.

Entlastung vom Durchgangsverkehr

Das Strassenprojekt, dem die Zürcher Stimmbevölkerung im September 2012 mit 62,6 Prozent zugestimmt hat, soll die Gemeinden Obfelden und Ottenbach vom Durchgangsverkehr entlasten. Das Projekt sieht eine Umfahrung für Ottenbach und eine neu gestaltete Ortsdurchfahrt mit Absenkung und Überdeckung für den Ortsteil Bickwil in Obfelden vor.

Die Gesamtkosten dieses Autobahnzubringers belaufen sich auf 65,4 Millionen Franken. Der Bund übernimmt 25,8 Millionen Franken und die beiden betroffenen Gemeinden je 350'000 Franken.

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