Die Leiterinnen und Leiter der Medizinbereiche werden künftig in die Spitalführung miteinbezogen, wie das USZ am Donnerstag mitteilte. Ihre Wahl erfolgt durch den Spitalrat. Die weiteren Mitglieder der Medizinbereichsleitungen wählt die Spitaldirektion. In beiden Fällen werden Klinik- und Institutsdikretorinnen und - direktoren angehört.

Die Umstrukturierung soll die medizinisch-fachlichen Aspekte in der Spitalführung stärken und die fach- und stufenübergreifende Zusammenarbeit und Kommunikation fördern. Die Effizienz der vierstufigen Spitalstruktur mit Spitalrat, Spitaldirektion, Medizinbereichen und Kliniken/Instituten soll erhöht und die administrative Belastung verringert werden.

Für die Umsetzung der neuen Führungsstruktur erarbeitet die Spitaldirektion im Rahmen des Projekts «Lead 2» bis im September ein Konzept. Abgeschlossen sein sollen die Arbeiten Ende Jahr.

Die Reorganisation steht im Zusammenhang mit der Kritik der Kaderärzte vom Frühling, wie es in der Mitteilung heisst. Eine Arbeitsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aller Berufsgruppen hat Anträge und Forderungen zusammengetragen und den Neuerungsbedarf abgeklärt.

Die 2008 festgelegte Dachstrategie habe sich als unbestritten erwiesen. Alle Berufsgruppen dagegen hätten einen «Bedarf zur Anpassung der Führungs- und Organisationsstruktur» erkannt.