Motivation

Freiwilligkeit statt Zwang: Golta (SP) ist zufrieden mit seiner neuen Strategie bei Sozialhilfebezügern

Mit Motivation raus aus der Sozialhilfe: "Die Abkehr von Zwang und Sanktionen bewährt sich", sagt der Stadtzürcher Sozialvorsteher Raphael Golta (SP).

Freiwilligkeit statt Zwang bewährt sich in der beruflichen und sozialen Integration. Zu diesem Schluss kommt das Stadtzürcher Sozialdepartement. Es wendet seit sechs Monaten eine neue Strategie bei Sozialhilfebeziehenden an.

Die neue Strategie rückt die Kernkompetenzen Beratung, Befähigung und Motivation ins Zentrum der Arbeit der Sozialarbeitenden. Darüber hinaus wurden verschiedene Zuständigkeiten und Abläufe angepasst. Dies führte dazu, dass die Betroffenen nun deutlich schneller von den verschiedenen Beschäftigungs- oder Weiterbildungsangeboten profitieren.

Neu ist ebenfalls, dass alle Teilnehmenden die vierwöchige Basisbeschäftigung nicht nur mit einer detaillierten Einschätzung ihrer beruflichen Möglichkeiten verlassen, sondern auch mit einem professionell gestalteten und aktuellen Lebenslauf für ihre Bewerbungsunterlagen.

Motivation vorhanden

"Die Abkehr von Zwang und Sanktionen bewährt sich", wird Sozialvorsteher Raphael Golta (SP) in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert. "Ein grosser Teil der Sozialhilfebeziehenden, die unsere Abklärung durchlaufen, haben momentan keine realistische Chance auf eine existenzsichernde Beschäftigung im ersten Arbeitsmarkt."

Obwohl diese nach der neuen Strategie nicht mehr verpflichtet sind, an einem der Programme der Arbeitsintegration teilzunehmen, arbeiten nahezu alle trotzdem in den verschiedenen Angeboten weiter. Und zwar freiwillig. "An der Motivation, zu arbeiten, mangelt es ihnen also nicht", sagte Golta weiter.

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