Kommentar

Freiwillige vor!

Die Schulungsplattform "Jalk" informiert über unter anderem über den jugendlichen Alkoholkonsum und die gesetzlichen Bestimmungen. (Symbolbild)

Die Schulungsplattform "Jalk" informiert über unter anderem über den jugendlichen Alkoholkonsum und die gesetzlichen Bestimmungen. (Symbolbild)

Sich für den Jugendschutz einzusetzen, erfordert gesellschaftliche Verantwortung.

Festivals und Dorffeste feiern gerade Hochsaison. Ganz generell verführen die Sommerabende dazu, länger draussen zu sitzen und vielleicht öfter als sonst ein Glas Wein oder ein Bier zu trinken. So sind auch die regionalen Suchtpräventionsstellen gefordert: Sie müssen auf den Jugendschutz und die Risiken des gesellschaftlich anerkannten Alkoholkonsums hinweisen. Dafür gibt es die Schulungsplattform Jalk.

Wer sich durch den Wissenstest über den jugendlichen Alkoholkonsum, die gesetzlichen Bestimmungen oder die Alltagssituationen in Kiosken und Tankstellen durchklickt, erfährt so einiges. Je früher Kinder Alkohol konsumieren, desto grösser ist das Risiko, im Erwachsenenalter einen problematischen Umgang mit Alkohol zu haben. Mit 40 Prozent liegt die Altersgruppe der 20- bis 24-Jährigen an erster Stelle beim Rauschtrinken. Mit knapp 30 Prozent folgen die 15- bis 19-Jährigen. Zudem darf Smirnoff Ice nicht an unter 18-Jährige verkauft werden und ein SBB-Abonnement ist kein gültiger Ausweis für eine Alterskontrolle. Diese Informationen dürften weitgehend bekannt sein. Trotzdem macht es Sinn, sich diese Informationen wieder einmal bewusst vor Augen zu führen. Der Test verfehlt seine Wirkung nämlich nicht.

Damit Grossanlässe wie das Züri-Fest oder das bevorstehende Caliente zwar rauschende – aber nicht vollständig berauschte – Anlässe werden, braucht es Hilfe von Freiwilligen, die diese Schulung für Beizer – wie am Caliente – als verbindlich erklären. Nicht weil es ein Gesetz verlangt, sondern sie ihre Verantwortung gegenüber den Jugendlichen wahrnehmen.

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