Zürich-Altstetten
Freier zeigen kaum Interesse an Zürcher Sexboxen

Flaute bei den Sexboxen in Zürich-Altstetten: Gut zwei Monate nach der Eröffnung machen nur wenige Prostituierte Gebrauch von der Einrichtung und nur wenige Freier verirren sich hierhin.

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Von Hochbetrieb kann in den Zürcher Sex-Boxen keine Rede sein.

Von Hochbetrieb kann in den Zürcher Sex-Boxen keine Rede sein.

Keystone

Die Frauen warten oft vergeblich auf Kundschaft. Viele von ihnen würden lieber privat, in einem Club oder einem Cabaret anschaffen, berichtet eine Prostituierte im «SonntagsBlick». Der Platz sei zwar sauber und sicher, aber die Geschäfte liefen schlecht, so eine andere.

Viele Frauen würden die Arbeit in einem belebteren Ort bevorzugen. Würde ihr in Altstetten ein Kunde zu nahe rücken, so eine Ungarin, könne in Altstetten nieman ihre Schreie hören. Im Niederdorf hingegen könne sie die Freier direkt in ihre Wohnung nehmen, wo ihre Kolleginnen in der Nähe seien.

Tüe auf: Hier geht es zu den Sexboxen.
10 Bilder
Eine Rundfahrt auf dem Zürcher Strichplatz
Auf dem Strichplatz am Depotweg in Zürich Altstetten herrscht Einbahnverkehr.
Signalisation für Automobilisten mit schweren und leichten Fahrzeugen.
Das Beratungszentrum Flora Dora.
Was erlaubt ist und was nicht: Hinweisschilder auf dem Strichplatz geben die «Hausordnung» vor.
Die Boxen, in denen der Verkehr stattfinden soll.
Und im Minimum einen Gummi drum.
Und noch ein Blick in die Boxen.
So sehen die Sex-Boxen in Altstetten ZH aus

Tüe auf: Hier geht es zu den Sexboxen.

Keystone

Fehlende Auswahl

Glaubt man den Beiträgen in Internetforen, vermissen die Freier an den Sex-Boxen offenbar die Auswahl, die sie vorher am Sihlquai hatten. An einem Samstag seien kurz nach Mitternacht gerade mal «3 Girls» dort gewesen.

Die Vorschrift, dass nur ein Mann auf den Platz fahren darf, sei für das Geschäft wohl auch nicht förderlich, vermutet ein Anwohner und bestätigt: «Ich kann nicht behaupten, dass Hochbetrieb herrscht.