Der Stadtrat sieht damit von seiner ursprünglichen Mischrechnung ab. Diese sah vor, dass an 125 Tagen pro Kalenderjahr die Hälfte des Platzes hätte belegt werden dürfen. Diese Halbbelegung hätte einem halben Belegungstag entsprochen. Er folgt damit dem Vorschlag der vorberatenden Kommission und der Mehrheit des Gemeinderates bestehend aus SVP, FDP, GLP und CVP sowie Teile der SP.

Der städtische Gegenvorschlag liegt nahe an der bisherigen Nutzungsregelung des Sechseläutenplatzes, die Anlässe während der Hälfte des Jahres – also an 185 Tagen –, davon 120 Tage in den Sommermonaten, vorsah. Die Auf- und Abbauzeit vor und nach Veranstaltungen zählt zur Belegungszeit.

Die 2015 lancierte Volksinitiative «Freier Sechseläutenplatz» verlangt 300 eventfreie Tage und höchstens 65 Tage mit bewilligungspflichtigen Anlässen. Lanciert wurde die Initiative von Mitgliedern der SP, der Grünen und der AL. Grüne und AL unterstützten sie auch im Parlament. Die Mehrheit des Gemeinderates sowie der Stadtrat lehnen die Initiative ab. Diese wie auch der Gegenvorschlag werden den Stadtzürchern gleichzeitig zur Abstimmung – das Datum steht noch nicht fest – vorgelegt.