Prostitution
Freier in der Stadt Zürich werden ab 1. Juli ausserhalb der Strichzonen gebüsst

Freier in der Stadt Zürich riskieren ab 1. Juli eine Busse, wenn sie Dienstleistungen von Prostituierten ausserhalb der Strichzonen in Anspruch nehmen. Der Stadtrat hat beschlossen, auf diesen Zeitpunkt Teile der Prostitutionsgewerbeverordnung (PGVO) in Kraft zu setzen.

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Freier die ab dem 1. Juli ausserhalb der Strichzonen die Dienstleistungen von Prostituierten in Anspruch werden gebüsst. (Symbolbild)

Freier die ab dem 1. Juli ausserhalb der Strichzonen die Dienstleistungen von Prostituierten in Anspruch werden gebüsst. (Symbolbild)

Keystone

Im März dieses Jahres hatte der Gemeinderat die neue PGVO erlassen. Da die Fristen für Referendum und Rechtsmittelverfahren ungenutzt abgelaufen sind, hat der Stadtrat beschlossen, die Verordnung per 1. Juli teilweise in Kraft zu setzen, wie er am Mittwoch mitteilte.

Die Teilinkraftsetzung betrifft insbesondere die Einsetzung einer breit abgestützten beratenden Fachkommission. Diese setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der städtischen und kantonalen Behörden, der Fachorganisationen, der Salonbetreibenden und der Quartiere zusammen.

Die öffentliche Ordnung muss geschützt werden

Laut dem Stadtrat sind die behördliche Zusammenarbeit und der Einbezug von Fachorganisationen wichtig. Nur so könnten die mit der Prostitutionsgewerbeverordnung verfolgten Ziele erreicht werden.

Es gehe darum, die Bevölkerung vor negativen Auswirkungen der Prostitution, aber auch die Prostituierten vor Ausbeutung und Gewalt zu schützen. Geschützt werden müssten zudem die öffentliche Ordnung und die Gesundheit der am Prostitutionsgewerbe beteiligten Personen, heisst es in der Mitteilung.

Mit der Teilinkraftsetzung der PGVO erhält der Stadtrat zudem die Kompetenz, Strichzonen und die damit verbundenen Rahmenbedingungen in der Stadt festzulegen. So können Freier, die Prostituierte ausserhalb der festgeschriebenen Strichzonen aufsuchen und dort deren Dienstleistungen in Anspruch nehmen, gebüsst werden.

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