Fluglärm
Freienstein-Teufen will aus Schutzverband Flughafen austreten

Die Gemeinde Freienstein-Teufen will nicht länger Mitglied im Schutzverband der Bevölkerung um den Flughafen (SBFZ) sein. Der Gemeinderat beantragt der Gemeindeversammlung vom 16. Juni dem Austritt zuzustimmen.

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Das Ziel des Schutzverbands, die Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm zu schützen, sei erreicht, findet die Gemeinde.

Das Ziel des Schutzverbands, die Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm zu schützen, sei erreicht, findet die Gemeinde.

Alex Spichale

Für das geplanten Ausscheiden, über das der "Zürcher Unterländer" am Mittwoch berichtete, nennt der Gemeinderat vier Gründe. Zum einen sei das Ziel des Schutzverbands, die Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm zu schützen, erreicht. Zum anderen sei es widersprüchlich, dass die Gemeinden möglichst viele neue Bauzonen ausscheiden wollten und sich gleichzeitig gegen mehr Flugverkehr wehrten.

Der Gemeinderat stört sich ausserdem daran, dass der Einfluss der Gemeinden im Verband minimal sei. Und zudem seien auch die Nachbargemeinden Embrach, Dättlikon und Berg am Irchel keine Mitglieder des Schutzverbands.

Eigentlich könnte der Gemeinderat den Austritt in eigener Kompetenz beschliessen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen jedoch nicht übergangen werden, sagte Gemeinderat Hansjörg Bürgi. Daher hat nun die Gemeindeversammlung das letzte Wort.

Der Schutzverband wurde im Jahr 1967 gegründet. Heute gehören ihm 65 Gemeinden und zwei Ortsgruppen an, wie es auf der Website des Verbands heisst. Ziel des SBFZ ist es, die Bevölkerung vor unzumutbarem Fluglärm und anderen durch den Flugbetrieb verursachten Immissionen wie Abgase zu schützen. Freienstein-Teufen ist seit 1970 Mitglied des SBFZ.