Von den 572 Sitzen in städtischen Parlamenten werden gemäss der Aufstellung der Frauenzentrale nun 180 von Frauen gehalten. Dies entspricht einem Anteil von 31,5 Prozent. Bei den kommunalen Wahlen vor vier Jahren waren 166 Frauen gewählt worden (Anteil 29 Prozent).

Immer noch liege der Frauenanteil in sieben Parlamentsgemeinden aber unter einem Drittel, heisst es in der Mitteilung vom Freitag. In der Stadt Zürich sinke der Frauenanteil seit 1994 - im März dieses Jahres wurden 40 Frauen (32 Prozent) in den 125-köpfigen Grossen Gemeinderat gewählt.

Mehr als einen Drittel Frauen weisen die Parlamente von Winterthur (41,7 Prozent), Wädenswil (37,1), Uster (36,1), Bülach (35,7) und Dübendorf (35) auf, in Dietikon liegt der Anteil bei genau einem Drittel.

Männerüberhang auch in der Exekutive gross

Auch in der Exekutive der Parlamentsgemeinden bleibt der Männerüberhang gross: Einzig in Uster bilden die drei gewählten Politiker gegenüber den vier Politikerinnen eine Minderheit. Andernorts bleibt es bei reinen Männergremien - in der Stadt Dietikon etwa, in der in einem breiten Kandidatenfeld keine einzige Frau angetreten war.

Im Hinblick auf die Kantonsrats- und Nationalratswahlen vom Frühling und Herbst 2019 fordert die Frauenzentrale Zürich, dass die Parteien auf ausgewogene Wahllisten achten und vermehrt Frauen mobilisieren.