Winterthur

Frauenanteil in Kaderpositionen geht zurück

Führungsfunktionen sollen vermehrt von Teilzeitmitarbeitenden ausgeübt werden können. (Symbolbild)

Führungsfunktionen sollen vermehrt von Teilzeitmitarbeitenden ausgeübt werden können. (Symbolbild)

Die Winterthurer Stadtverwaltung hat ein Frauenproblem: Der Anteil der Frauen in Führungspositionen steigt nicht etwa – sondern geht zurück. Dies liege daran, dass Führungspositionen oft nicht im Teilzeitpensum möglich seien.

Das Personalcontrolling 2018, das in dieser Woche publiziert wurde, zeigt, dass der Frauenanteil in Führungspositionen um 0,6 Prozent zurückging. Er liegt derzeit bei rund 30 Prozent. Ein Grund dafür sei die deutliche Untervertretung von Teilzeitmitarbeitenden in Führungspositionen. Nur 24,6 Prozent der Führungsfunktionen sind mit einem Teilzeitpensum möglich. Gleichzeitig arbeiten mehr Frauen Teilzeit als Männer. Diese Entwicklung passt so gar nicht zum Ziel, das sich die Stadt letztes Jahr gesetzt hat, nämlich den Frauenanteil im Kader auf 35 Prozent anzuheben. Sie will nun reagieren. Führungsfunktionen sollen vermehrt von Teilzeitmitarbeitenden ausgeübt werden können. Es seien auch andere Massnahmen geplant, um das 35-Prozent-Ziel zu erreichen, heisst es weiter. (sda)

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