Street Parade

Fragen und Antworten zur kommenden grössten Techno Party der Welt

(Archiv)

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Am Samstag findet in Zürich die 22. Street Parade statt. Acht Fragen und Antworten zum Megarave in der Limmatstadt. Wie gelange ich beispielsweise auf eines der 28 Love Mobiles?

Muss ich mich verkleiden?

Nein, die Zeiten der aufwendigen Kostüme an der Street Parade sind vorerst vorbei. Stefan Epli, Mediensprecher der Street Parade, sagt: «Die Street Parade soll mit der Zeit gehen, und die Teilnehmer widerspiegeln, wie sich die Jungen in den Clubs anziehen. Vom Fasnachtsgedanken hat sich die Street Parade entfernt.»

Welche Musik ist angesagt?

«Wir spielen alles an elektronischer Musik, was tanzbar ist», sagt Mediensprecher Epli, «von Hardstyle bis Techhouse decken wir alles ab. Jeder Bereich hat seine Fans.» Deshalb gibt es auch vier Tonträger zum Anlass.

Worum geht es eigentlich?

Die Street Parade ist seit ihren Anfängen eine Demonstration. Das Motto 2013 ist «Dance for Freedom» und es dreht sich dabei um die persönliche Freiheit. 2012 tanzten rund 950 000 Teilnehmer zu «Follow Your Heart». Das Motto der ersten Street Parade 1992 lautete: «Demonstration für Liebe, Friede, Freiheit, Grosszügigkeit und Toleranz».

Wie reagierte damals die Stadt?

Kurz nach den Anfängen im kleinen Rahmen 1992 und 1993 sah es nicht danach aus, dass die Techno-Demonstration besonders langlebig sein würde. 1993 verweigerte der damalige Polizeivorstand Robert Neukomm die Bewilligung. Die Organisatoren hätten sich bislang nicht an die Auflagen gehalten, es habe Beschwerden gegeben und ausserdem sei die Zürcher Innenstadt für solche Grossanlässe «völlig ungeeignet» und die Immissionen seien unerträglich. Nach einem juristischen Streit fand die Street Parade 1994 doch statt, ohne Motto, aber mit 30 000 Teilnehmern.

Wie viel kostet ein Billett?

Die Teilnahme an der Street Parade ist nach wie vor gratis. Die DJs legen an der Street Parade ohne Gage auf. Die Veranstalter geben an, dass der Tanz am Seebecken jeweils 1,7 Millionen Franken kostet. Dieses Geld bekommt der Verein Street Parade aus den Einnahmen der Verpflegungsstände und durch Sponsorengelder. Ein Grossteil wird für die Beseitigung des Abfalls gebraucht, 2012 waren es 60 Tonnen. Tickets kaufen muss man für die Partys anderer Veranstalter, die rund um die Street Parade stattfinden. Die grösste ist die Energy im Hallenstadion. Der Eintritt kostet rund 90 Franken.

Wie komme ich auf Love Mobiles?

Dafür muss man sich bei den Clubs, welche die 28 Love Mobiles betreiben, um ein Ticket bemühen. Nicht alle bieten Plätze an. Um etwa mit dem Kollektiv «Flinke Finger» mitzufahren, muss man für 170 Franken ein Billett kaufen.

Ist die Street Parade gefährlich?

Glasscherben sind gefährlich, geschlossene Schuhe sind empfohlen. Ohrstöpsel sind Pflicht, ebenso Sonnenschutz und Wassertrinken. Die Menschenmassen seien keine Gefahr, erklärt Epli, man habe seit Jahren ein funktionierendes Konzept. Er rechnet mit 800 000 bis 950 000 Besuchern - nicht gleichzeitig: «Die Menge tauscht sich bis zum Abend zwei- bis dreimal aus.»

Wie komme ich am besten hin?

Mit dem öffentlichen Verkehr. Die SBB setzen über 100 Extra- und Nachtzüge ein. Die Bahnhöfe Stadelhofen und Enge liegen zentral zum Festgelände. Auf den Strassen herrscht Staugefahr und Parkplätze hat es wenige.

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