Wissebschaft

Forscher erhält hoch dotierten Preis der ETH für Regenbogen-Frösche

David Norris (r.) erklärt Preisstifter Max Rössler seine komplizierten Apparturen.

David Norris (r.) erklärt Preisstifter Max Rössler seine komplizierten Apparturen.

Die ETH Zürich verleiht den diesjährigen Max Rössler-Preis an den Materialtechniker David J. Norris. Der Amerikaner erhält den mit 200'000 Franken dotierten Preis für seine Arbeiten zur Nano-Optik.

Norris ist Professor am Departement Maschinenbau und Verfahrenstechnik der ETH und spezialisiert auf synthetische optische Materialien, die es in der Natur nicht gibt. Er will Strukturen finden, die mit Licht in neuartiger und spezieller Weise wechselwirken, wie die Hochschule am Freitag mitteilte.

So haben Norris und seine Mitarbeitenden einen Siliziumdünnfilm mit besonderer Struktur geschaffen, die Licht von bestimmter Wellenlänge in ihrem Inneren auslöscht. Damit lassen sich beispielsweise neue optische Phänomene studieren.

Norris arbeitet auch mit Quantenpunkten, wie sie etwa in neuen TV-Geräten verwendet werden, um rote und grüne Farben zu erzeugen. Jene von Norris leuchten, wenn sie mit blauem Licht angeregt werden.

Indem die Forscher das Material in heranwachsende Froschembryonen injizierten und die Quantenpunkte sich in den Zellen ausbreiteten, kreierten sie spektakuläre "Regenbogenfrösche".

So ein Material könnte dereinst für medizinische Anwendungen genutzt werden. Der Max Rössler-Preis wird seit 2009 an vielversprechende Forscherinnen und Forscher der ETH Zürich vergeben, die in der Expansionsphase ihrer Laufbahn sind.

Er wurde vom Unternehmer Max Rössler gestiftet, der an der ETH Mathematik studiert hatte und 2008 der ETH Stiftung 10 Millionen Franken vermachte.

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