Am Montagabend hat das 36-köpfige Parlament der Stadt Opfikon mit 26 zu 1 und 7 Enthaltungen den Einsatz einer parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) beschlossen. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtete, besteht der Auftrag der Sonderkommission darin, die Vorgänge in und um die Amtsführung der Abteilung Soziales aufzuarbeiten und abzuklären.

Beantragt wurde die PUK von der Interfraktionellen Konferenz des Gemeinderats. Laut deren Sprecher Richi Muffler (SVP) wird damit ein Signal der Aktion und Reaktion auf die Vorwürfe gegenüber der Sozialvorsteherin ausgesandt und zugleich die Handlungsfähigkeit der Stadt unterstrichen.

Die Stadträtin Beatrix Jud geriet Mitte Februar aufgrund des Bezugs einer IV-Rente in die Schlagzeilen. Dies, da sie trotz der Angabe einer 100-prozentigen Arbeitsunfähigkeit nach eigener Aussage 60 bis 80 Prozent als Treuhänderin und 30 bis 40 Prozent als Stadträtin tätig ist.

Zudem wurde vermehrt angezweifelt, ob sich der Lebensmittelpunkt der Stadträtin tatsächlich noch in Opfikon befindet. Aktuell ist Beatrix Jud krankgeschrieben. 

Die PUK wird aus fünf Mitgliedern der Parteien SP, SVP, FDP, CVP und GLP-EVP-GV  bestehen. Für Opfikon ist dies das erste Mal seit fast zwanzig Jahren, dass eine derartige Sonderkommission eingesetzt wird – die letzte vergleichbare Untersuchung fand im Jahr 1997 statt. (mak)